Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 1-2 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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ner Weide (unter) den Menschen seid ihr: so hat er doch durch dieses „unter" u. s. w. angezeigt, daß er uns Nichtjuden für Menschen hält. Es fällt uns aber auch nicht im entferntesten ein, daßvr.Zunz mit dieser Uebersetzung uns etwa nur in dem rabbinischen Sinne allenfalls für Menschen wolle gelten lassen, wie der Talmud an verschiedenen Orten lehret. In dem Traktat Abodah sarali fol. 3 c. 1 in dem Tosephoth heißt es über unsre Stelle Hesek. 34, 31: „Ihr werdet Menschen genannt, die Völker der Welt aber heißen nicht Menschen, und Rabbenu Tam sagt, daß zwischen Adam und Adam (d. inzwischen Mensch und Mensch) ein Unterschied zu machen sei, und daß der Einwurf, welchen man macht, daß (Hesek. 28, 9) von Hiram geschrieben steht: du bist doch ein Menschenkind und kein Gott und bist in der Hand deiner Todtschläger, nichts gilt (wenn er nämlich auch Adam d. i. Mensch genannt wird); denn er — Gott — sagt nicht also, daß er ihn auf eine rühmliche Weise einen Menschen nenne, sondern es ist auf eine verächtliche Art zu seiner Beschimpfung und Verkleinerung geschehen" u. s. w. Bezeichnend für den rabbinischen Sinn in dieser Beziehung ist eine andere Stelle in dem Buche Schene luchoth haberith fol. 250 col. 2, wo Rabbi Jeschaja also lehret: Wiewohl die Völker der Welt die Gestalt haben, wie die Israeliten, so sind sie doch nur wie ein Affe gegen den Menschen zu halten, gleichwie gesagt worden ist, und kommen dieselben nicht zu dem höchsten Haupt (oder Gipfel). Sie sind auch die niedrigsten oder schlechtesten Menschen und das ist es, was gesagt ist: er setzet den schlechten Menschen über dasselbe (Königreich). Die Israeliten aber sind hochgeachtete Menschen, nach dem Geheimniß des Wortes Adam d. i. Mensch und sie werden Menschen genannt." Die Veranlassung zu dieser Mittheilung der angeführten jüdischen Schrifterklärung hat uns vr. Philipp son gegeben, der in seinem „Jüdischen Volksblatt" Nr. 27 von 1863 unter der lieblichen Ueberschrift: „Blumenlese aus hebräischen Werken" seinen Lesern Folgendes als „von Joseph Rawicz in Breslau" zum Besten giebt: "aiiT« xh cnx D«np Dnx Jebamoth 61. Beleuchtung dieser Worte von einem Manne, dem es nicht in den Sinn kam, talmudische Sentenzen gegen missionarische Ausstellungen in Schutz