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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 1-2 (1864) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
1-2 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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19 Heerde genannt werden, wie kann er denn in offenbarem Widerspruch mit sich selbst auch zugleich sagen, daß Israel nicht mit dem ehrenvollen, sondern mit dem allgemeinen Namen „Mensch" genannt wird? Richter in seiner „Erklärten Haus-Bibel" giebt im Terte selbst Vers 31 also: (Ebr. Und ihr seid meine Heerde!) Ja ihr Menschen (alle) sollt die (Eine) Heerde meiner Weide sein" u. s. w. In der Erklärung sagt er: „Zuletzt bildet der Eine Hirte aus dem wiederbegnadigten Israel und aus allen Menschen oder Heiden Eine Heerde, wie er Joh. 10, 16 verheißt. Vers 31 „redet durch eine Apostrophe erst die Juden an, welche stch bisher Christo und seiner Kirche idirerfttzt. Wenn man dies merkt, so kommt der deutlichste Sinn heraus, nämlich, Er wolle auch der Schaft sich wieder erbarmen und wieder ihr Gott sein , der Schaft, die er vormals als seine eigenen erwählt und vor allen Völkern hochbevorzugt, denen er das Land Canaan, Gesetze und seinen Bund gegeben, da sie gleichwohl auch Menschen seien. Wenn alle Heiden erkennen werden, welches das Volk Gottes und das wahre Israel sei, so würden auch die ungehorsamen Juden es erkennen und mit Furcht und Zittern kommen zum Herrn und zu seinem Guten, und zu ihrem König David. Die Ursache der Erbarniung ist die Menschenliebe: Ihr seid Menschen. In welcher Zeit also Gott seine Menschenliebe am herrlichsten offenbaren wird, in derselben wird er sich auch der Juden als Menschen und vormaliger Kinder seines Bundes mit Gnaden erinnern." Nach Cocce jus." — Richter scheint also mitCoccejus wenigstens anzuerkennen, daß „erst" die Juden angeredet seien. Wir meinen aber, sie sind nicht zuerst, sondern sie sind allein angeredet, denn wo wäre denn in dem Verse eine Anrede an eine zweite Klasse von Personen. Es ist ja durchaus hier keine. solcheEintheilung wie etwa Röm. 1,16 und an andern Stellen, wo der Apostel spricht: die Juden vornämlich und auch die Griechen. Damit wollen wir aber nicht sagen, daß wir Christen aus den Heiden die Worte nicht auf uns anwenden könnten; anwenden jedenfalls, seitdem wir besondersaus dem Munde Jesu Christi, des guten Hirten wissen, daß sein Hirtenamt stch allerdings über die ganze Menschheit erstreckt, da er auch andre Schaft hat, die nicht aus dem Schafstatte Israels

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