Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 20 (1864)
- Issue
- 1-2 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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16 hinein, in welcher Jehovah, als der treue und gute Hirte, sich seines Volkes Israel wieder erbarmend annehmen wird, daß sie sein EigenthumSvolk, Schafe seiner Weide werden sollen. Der SchlußverS dieses Kap. lautet in unserer deutschen Bibel: „Ja, ihr Menschen sollt die Heerde meiner Weide sein und ich will euer Gott sein, spricht der Herr Herr." Wir gestehen, daß diese Uebersetzung nach unsrer Meinung nicht genau ist und einen andern Sinn giebt, als in dem hebr. Tert enthalten ist. Wer diese deutschen Worte liest, der wird ohne Zweifel unter der Heerde der Weide des Herrn die ganze Menschheit verstehen, denn der Ausdruck: „Ja, ihr Menschen sollt dieHeerde meiner Weide sein," kann nur in diesem Sinne aufgefaßt werden. Einen solchen läßt aber der hebr. Tert nicht zu. Nach demselben lautet der ganze Vers wörtlich also: „Und ihr, meine Schafe, Schafe meiner Weide, Mensch (seid) ihr, ich (bin) euer Gott, spricht der Herr Jehovah." Die engl. Uebersetzung giebt den Vers; „Und ihr meine Heerde, die Heerde meiner Weide, seid Menschen, (und) ich (bin) euer Gott, spricht der Herr Gott." Die holländ. Bibel übersetzt: „Ihr nun, o meine Schafe, Schafe meiner Weide, ihr seid Menschen, (aber) ich bin euer Gott, spricht der Herr Herr." Die von vr. Zunz herausgegebene jüdische Uebersetzung lautet: „Und ihr seid meine Schafe, die Schafe meiner Weide (unter) den Menschen seid ihr, ich bin euer Gott; das ist der Spruch Gottes des Herrn." Die in Parenthese stehenden Worte sind in den Uebcrsetzungen des Sinnes wegen hinzugefügt, finden sich aber nicht im Hebräischen. Während nach der lutherischen Uebersetzung die ganze Menschheit als die Heerde Gottes dargestellt wird, ist nach'den andern Uebersetzungen in Vers 31 von derselben Heerde die Rede, wie im Vorhergehenden, d. h. von Israel, nur wird von dieser Heerde ausgesagt, daß sie Menschen, d. h. schwach, gebrechlich, ohnmächtig u.Zs. wsind, ihr Hirte aber ist Gott. Es fragt sich nun, welche Auffaffung die richtige ist. Offenbar doch nur die, welche dem hebr. Terte entspricht, und also die, welche Israel als dieHeerde ansteht, von der in Vers 31 die Rede ist. Es kann ja auch keinem Zweifel unterworfen sein, daß in dem ganzen Kap. von Vers 1—30 von Israel die Rede ist. „Wider die Hirten Israels" soll der