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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 1-2 (1864) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
1-2 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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10 den Nazarenern und auch den wahren Christen Gott sein wird, wenn der Messias kommen wird. Predigt den Heiden das Evangelium, und ihr werdet ste Israel zuführen." Herr Prof. Oppert sagt: „der Missionär wußte nichts zu antworten;" führt noch einen andern „Beweis" an, den ein anderer Jude vorgebracht habe und gesteht dann selbst: „Man könnte diese Argumentation allerdings etwas schwach finden, indessen wird man auf die Hindernisse schließen können, auf die das englische Proselytenthum stößt, das sich übrigens nur da zeigt, wo es ohne persönliche Gefahr, und ohne dem Einfluß Englands zu schaden, handeln kann." —Der Mangel an „Erfolg," den, wie Oppert sagt, die Missionsgesellschaften haben, muß doch wohl sein bedenkliches Aber haben, denn einmal sagt Oppert ja selbst: daß sich die Gesellschaft „namentlich unter den polnischen Juden rekrutirt," und dann würde man wohl schwerlich mit so „vereinigten" Kräften dagegen kämpfen, wenn der Erfolg fehlte. Philip p so n nannte schon vor mehreren Jahren die christliche Mission den Krebsschaden, der an den Juden nage und schien damit zu gestehen, daß der Erfolg nicht so ganz fehle. — Aber die Einigkeit der Juden, um derselben noch einmal zu erwähnen, ist in der That merkwürdig in diesem Punkt, denn auch Herr Prof. Oppert zeugt von dem „Eifer der Mission." Eben so einmüthig beklagen auch Alle das viele Geld, letzteres könnte anders und besser verwendet werden. — Trotz der Feindschaft, mit welcher Oppert gegen die Judenmisston auftritt, scheint er doch auch die Heidenmisston zu billigen. Ist aber, wie er doch wohl meint, die christliche Religion nicht die wahre, lehrt und verkündigt ste nicht den wahren, sondern einen falschen Gott, so können die Juden doch unmöglich es gleichgültig ansehen, noch weniger gar gutheißen, daß die armen Heiden von einer falschen Religion zur andern bekehrt werden, und daß obendrein die christliche Mission dem jüdischen Missionswerke hindernd in den Weg tritt. Oder werden die Heiden, wie Herr Oppert mit den Juden von Bagdad meint, „Israel zugeführt," wenn ihnen das Evangelium von Jesu Christo geprediget wird, wie kann denn da dieses Evangelium eine Predigt sein, gegen die sich die ganze Judenschaft wie ein Mann zum Kampfe vereinigt? Denn

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