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Dibre Emeth · 1864-01-01 · 1-2 (1864) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
20 (1864)
Issue
1-2 (1864)
Date
1864-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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3 gebet doch die Flucht. Höret ihr es, alle, die ihr in fernen Landen seid: Rüstet euch und gebet doch die Flucht. Lieber, rüstet euch und gebet doch die Flucht. Beschließet einen Rath und werde nichts daraus, beredet euch und es bestehe nicht." Und das alles aus dem einfachen Grunde, der hinzugefügt wird: „Denn hier ist Immanuel." Das kleine Häustein derer, die noch treu an ihrem Gott halten, soll sich also vor diesen Bündnissen nicht fürchten, wie das Volk im Ganzen that, das nur mit Zittern und Beben von dem Bunde sprach, den die Feinde unter sich gemacht hatten, Sie sollen nur das Eine bedenken, und ihre Furcht und Sorge nur darauf gerichtet sein lassen, den Herrn Zebaoth nicht wider sich, sondern auf ihrer Seite zu haben, sie sollen nur des Bundes recht eingedenk sein, in welchem sie mit dem Herrn Zebaoth stehen: „den lasset eure Furcht und Schrecken sein, so wird er eine Heiligung," oder eigentlich: „ein Heiligthum" sein, eine Zuflucht; oder wie Salomo sagt: „Der Name des Herrn ist ein festes Schloß, der Gerechte läuft dahin und wird beschirmet." WaS zuvor geschehen und geschrieben ist, das ist uns zur Lehre, zum Trost, zur Nachahmung geschrieben. Wie es also auch in unserer Zeit aussehe, lassen wir nur das unsre Sorge sein, den Herrn zu unserem Heiligthume zu haben. Wenn wir nach diesen Bemerkungen wieder versuchen, wie es in den letzten Jahren geschehen ist, mit Wenigem einen allgemeinen Ueberblick zu geben über die religiösen Verhältnisse und Zustände auf dem jüdischen Gebiete, mit denen es die Dibre Emeth zu thun haben: so müssen wir sagen, daß die Dinge noch ziemlich so stehen, wie in den letzten Zähren, oder wie sie in der politischen Welt heutiges Tages stehen, d. h. es ist hauptsächlich von Fortschritt die Rede und von Reaction. Wie es aber einem Menschen geht, der sich in seinem eifrigen Fortschritt in ein Dickicht verirrt hat, in welchem er sich trotz seines Fortschrittes und grade wegen desselben je langer desto mehr verirrt und verwirrt und statt ins Freie zu kommen, sich nur im Kreise herumbewegt, ohne eigentlich mehr zu wissen, wohin er will und soll: so ist es auch auf dem Gebiet des religiösen Fortschrittes oder der sogenannten Cultnr, der Entwickelung. So viel uns

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