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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 11-12 (1863) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
11-12 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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179 Ein anderer Beweis für den gleich dem Sauerteig wirkenden Einfluß, den die hiesige Mission unter den Juden gehabt hat und noch hat, ist die Thatsache, daß ich in neun von zehn jüdischen Häusern, die ich besucht habe, einen oder zwei Traktate unserer Gesellschaft gefunden habe. Ein angesehener Jude, den ich dieser Tage besuchte, holle ein Eremplar der „Gesänge Zions" in hebräischer und englischer Sprache hervor und bat mich in Gegenwart seiner Familie ihm zu erklären, warum der Name Jesus aus jeder Seite vorkäme, und warum Gebete an ihn gerichtet würden. Ich ergriff diese Gelegenheit, ihm den Heilsplan des Evangeliums zu erklären und wies ihm dabei aus der Schrift nach, daß es durchaus nörhig war, daß der Messias, um der Gerechtigkeit Gottes für die Uebertretungen seiner heiligen Gebote von Seiten des Menschen ein volles Genüge zu thun, für das ganze Menschengeschlecht sterben sollte, damit er eS von dem Fluche des Gesetzes erlösete, da alle, Heiden und Juden in gleicher Weise gesündigt haben und alle des Ruhmes vor Gott ermangeln. Aber um für alle Sünden des ganzen Menschengeschlechts genug zu thun, mußte der Messias mehr als ein erschaffenes Wesen sein, sonst würde seine Versöhnung nicht vollgültig gewesen sein, und hier führte ich nun das Zeugniß der Schrift für die Gottheit des Herrn an. Sie hörten sehr aufmerksam zu, und ehe ich sie verließ , baten mich die Ettern gemeinschaftlich, ihre beiden jüngsten Söhne zur Aufnahme in die Abendschule für Erwachsene zu empfehlen, was ich auch that, und sie haben seitdem die Schule regelmäßig besucht. Nicht lange nach ihrer Aufnahme baten sie beide um ein Neues Testament, welches sie, wie sie sagten, mit ihren Eltern zusammen lesen wollten. Dies wird um so interessanter erscheinen, da es bekannt ist, daß diese Familie früher so bigott war, daß die Uebersetzung eines hebräischen Wortes aus dem Alten Testamente in gutes Deutsch von ihnen als ein Verleiten zum Unglauben oder, was nach ihrer Meinung dasselbe war, zum Christenthume betrachtet wurde. Bei einer andern Gelegenheit, als mich der Vater besuchte, drückte er den Wunsch aus, daß ein anderer seiner Söhne in die Tagesschule ausgenommen werden möchte, daß er aber dieselbe nur während derjenigen Stunden des Tages besuchen solle, wenn er in 12*

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