Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 11-12 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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178 auch, daß ihr Zweck von ihnen vollkommen gewürdigt wird. Alle hiefigen Juden wissen es mehr oder weniger, daß der Unterricht, der in der Schule ertheilt wird, auf christlichen Grundsätzen beruht, und daß die Lehren des Christenthums darin offen gelehrt werden; und doch würden gern alle Klaffen ohne Unterschied ihre eigenen Schulen bei Seite setzen und ihre Kinder unserm Unterrichte anvertrauen, wenn die Zahl der Kinder, die unsere Schulen besuchen, nicht schon zu groß wäre, so daß die Aufnahme einer größeren Zahl ihre Erfolge verringern würde. Aber die Schule, obgleich sie der günstigen Veränderung, welche sich im Gemüthe der Juden in Dingen der Religion vollzogen hat, das beste Zeugniß giebt, ist nicht der einzige Beweis von dem Erfolge der Mission. Ein Jeder, der die Inden vor sieben Jahren gekannt hätte, wie ich sie kannte, würde erstaunen, wenn er sähe, mit welcher Leichtigkeit der Missionar an sie herantreten und ihnen das Wort der Versöhnung durch den stellvertretenden Tod ihres eigenen Messias verkündigen kann. Wir können den Samen des Worts überall ausstreuen und eö treten uns nur wenig Hindernisse in den Weg. Ich habe immer gefunden, daß es der Predigt der Wahrheit sehr förderlich ist, wenn ich sie gegen die Angriffe derer zu vertheidigen habe, welche zweifelnd nach dem Grunde der Hoffnung fragen, die ich für's ewige Leben habe. Begierig zu wissen, was ich zu meiner Vertheidigung zu sagen habe, sind sie unpartheiischcr und freier von Vorurtheilen, als wie sie sein würden, wenn sie sich gegen direkte Angriffe auf's Judenthum zu vertheidigen hätten, und die Wahrheit, die in der Weise einfach dargelegt wird, verfehlt selten einen Eindruck auf die Herzen und Gemüther derer zu machen, die sie hören. Dieselbe Me, thode, das Evangelium zu predigen, suche ich auch, so weit es thunlich ist, bei meinem Umgänge mit andern hiesigen Juden zu verfolgen, und finde, daß das nicht ohne Segen ist. Wiederholt habe ich einige von den Juden sagen hören: „Wir müssen bekennen, daß wir die Schrift nicht so wie Sie studirt haben; wir sollten nicht ruhen bis wir gefunden haben, ob das Christenthum die Religion ist oder nicht, welche in den Schriften Mvseö und der Propheten gelehrt wird.