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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 11-12 (1863) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
11-12 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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177 Religion zu sprechen, ausgenommen in Gegenwart seiner Eltern, waS ich hoffe bald thun zu können, und ich habe ihm nur die Noch- Wendigkeit ans Herz gelegt, die Bibel zum Gegenstände seines ernsten Studiums zu machen, um so zur Klarheit über den Willen Gottes in Betreff des Heils seiner Seele zu gelangen. Meinen andern Schülern, die in Jahren weiter vorgerückt sind, habe ich entschieden den ganzen Rach Gottes verkündigt, wie er sich in dem versöhnenden Tode des Erlösers uns darstellt, und ich habe Grund zu hoffen, daß daö ihnen verkündigte Wort nicht vergebens gewesen ist. In meinem letzten Briese habe ich schon auf die große Veränderung hingewiesen, welche bei den hiesigen Juden in Sachen der Religion deutlich zu sehen ist. Vor sieben Jahren war das Bestehen der Mission verhältnißmäßig sehr wenigen bekannt, und die Zahl derer, welche den Missionar wirklich besuchten, wurde sehr beschränkt, denn sobald man von einem argwöhnte, daß er mit dem Missionare Umgang habe, wurde er sogleich von allen seinen Freunden und Bekannten verlassen und als ein Abtrünniger betrachtet, dessen Verfolgung als ein verdienstliches Werk angesehen wurde. Die Masse der Gemeinde war für die Wahrheit ganz unzugänglich. Das Licht des Evangeliums, das aus der Mission strahlte, lag im harten Kampfe mit der Finsterniß umher, aber wie es schien, vergebens. Dann und wann mag ein Strahl der Wahrheit in sie gedrungen sein und seinen Weg in die Herzen einiger Individuen gefunden haben, aber die Masse blieb unberührt wie immer. Der Zweck der Missionare wurde nicht erkannt, sondern falsch dargestellt, die Opfer der Liebe wurden nicht nur zurückgewiesen, sondern sogar verhöhnt und mit Ausnahme sehr weniger wollten die Juden eher alles andere in Betreff des Zweckes der Mission glauben, wie unglaublich es auch sein mochte, als die Wahrheit. Wenden wir unsre Augen hinweg von dem düstern Bilde, wie es sich vor sieben oder acht Jahren zeigte, und richten sie auf den gegenwärtigen Stand der Mission, welch eine erfreuliche und ermuthigende Aussicht bietet sich da unserm Blicke dar! Ich darf nur die Schule als Beweis anführen nicht allein von der guten Meinung, welche die Juden im Allgemeinen von der Mission haben, sondern 12

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