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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 9-10 (1863) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
9-10 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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159 feilte erwiderten; und so ertönte wiederholentlich vom User und von der See das herzliche Frendengeschrei, bis endlich das kleine Fahrzeug im stillen Hasen ankerte und die Freunde sich umarmten. So wird es auch sein am großen Tage des Herrn. Wir können uns für eine kurze Zeit einen Gruß zurufen und von Willkommen sprechen; aber waö wird es sein, wenn Jude und Heide werden Eins sein in Christo Jesu, wenn unsere Reise zu Ende ist und wir mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tische sitzen im Reiche Gottes, und Gott abwischen wird alle Thränen von allen Angesichtern und die Tage unsers Lrauerns ein Ende haben. Die Dorologie, die unserem „Lob, Ehr' und Preis sei Gott" u. s. w. entspricht, wurde gesungen, worauf der Bischof von Melbourne den Segen sprach und die Versammlung auseinander ging. Missionsnachrichten aus Konstantinopel. In den „Jewish Records" vom Juli d. I. lesen wir folgende Mittheilung aus Konstantinopel: Während der Monate Februar, März und April waren die Schulen in einem sehr blühenden Zustande; die in Pera zählte 31, und die in Haskeug 41 Kinder. Die Eltern der letzteren ließen bei verschiedenen Gelegenheiten vor dem Paffafeste die Kinder privatim von Fremden eraminiren; ich aber wußte nichts davon was vorging, bis ein Jude nach dem andern mir für die Kenntnisse und Fortschritte der Kinder seinen Dank aussprach, und ihrVorgehen so bekannt wurde. Am Purimfeste erhielt ich, nach dem Gebrauche der Juden an diesem Tage, viele Geschenke von Süßigkeiten von dem dankbaren Volke. Aber nicht allein hieraus ersehe ich, welchen Werth dieJuden der Erziehung ihrer Kinder in unfern Schulen beilegen; diejenigen, die sich in besseren Verhältnissen befinden, möchten uns ihre Kinder sogar als Pensionäre anvertrauen, und ich werde nur durch den Mangel am nöthigen Raume abgehalten, sie aufzunehmen. Ich treffe jedoch jetzt gerade Anordnungen, wenigstens einen Knaben versuchsweise auszunehmen. Dies ist ohne Zweifel ein Fortschritt, denn eS zeigt eine bessere Würdigung unseres Werkes und unserer Arbeit der Leibe an, wenn Juden ihren Kindern nicht nur erlauben, die Missionsschule zu besuchen, sondern sogar wünschen, daß ihre Sprößlinge Glieder einer Missionsfamilie (wenigstens auf eine Zeit) werden und sich dadurch des Vortheils erfreuen möchten, sich feine Sitten anzueignen, bessere Grundsätze einzusaugen und höhere Beweggründe zu einem tugend-

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