Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 9-10 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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158 men der großen Religionsgesellschaften vermindert. Gott hat uns diese Züchtigung in seiner Liebe auferlegt, und wir wollen dankbar sein, daß England sie hat ertragen können. Ehe wir den Sclavenhandel durch Anerkennung der Südstaaten Amerikas befördern, haben wir lieber dies Ucbel auf uns genommen und aus unfern freien Liebesgaben unsere Brüder in Lancashire unterstützt. Indem wir aber dies thaten, hätten wir wahrlich zugleich für die religiösen Zwecke mehr, aber nicht weniger geben sollen; und ich möchte besonders in Bezug ans die Judengesellschaft sagen: „Vergesse ich dein, o Jerusalem, so werde meiner Rechten vergessen."... Alle ernsten Gemächer stimmen darin überein, daß wir am Vorabend einer großen Crisis stehen. Während so viele Nationen der Welt von Revolution, Krieg und Geschrei von Kriegen zu leiden haben, freut sich England des Genusses seines Glückes und Ueberfluffes in einem bisher unbekannten Grade. Wenn England so sehr begünstigt ist, so ist es unsre Pflicht, auf die Zeichen der nahenden Vollendung zu achten, und wohl zuzusehen, daß wir treu sind gegen unfern Gott und dankbar für die geschenkten Wohlthaten. Wenn die Dinge so gehen, so sollten wir munter und wach sein. Sollen wir zögern, wenn er uns den Weg bereitet und nur darauf wartet, daß wir vorwärts gehen um den Segen einzuernten?" ... „Die Menschen bemühen sich jetzt, sich der heil. Schrift zu entledigen. Die Judengesellschaft aber richtet die Kirche hin auf die buchstäbliche Erklärung der Bibel; die Juden verlangen, die heil. Schrift nach jüdischer Weise zu erklären; wir fürchten den Erfolg nicht. Wir wissen, Gott wird sein Wort, aus seine Weise verherrlichen und zu seiner Zeit wird seine Macht sichtbar werden in der Bekehrung seines Volkes, wenn er Israel zu sich sammeln und Juden und Christen dann einander in dem Namen Jesu Christi begrüßen werden. Vor einiger Zeit stand ich auf dem Damm eines großen Hafens im Norden Englands, als ein Schiff von einer langen Seereise zurückkehrte. Es hatte Gegenwind und mußte daher immer hin und her laviren. Auf dem Damme standen die Weiber, Geschwister und Kinder der rückkehrenden Seeleute. Wenn sich das Schiff dem Ufer nahete, erhoben die auf dem Damm Versammelten ein dreimaliges Freudengeschrei, das die See-