Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 9-10 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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154 darum auch für die Wahrheit des Neuen Testaments sind; freut sich, daß die Juden nicht den andern MisstonSgesellschaften überlassen sind und schließt: „Es muß eine besondere Gesellschaft sein um den Juden die Wahrheit zu verkündigen und darum gewährt eS mir große Freude die Angelegenheit der Londoner Gesellschaft zur Verbreitung deS Christenthums unter den Juden zu vertreten und für dieselbe zu sprechen." Den folgenden Sprecher, nämlich Herrn vr. Menser, stellte hierauf der Vorsitzende der Gesellschaft als einen früheren Rabbiner vor. Dr. Menser sagte: „Herr Präsident und christliche Freunde! Die Resolution, die ich unterstützen soll, ist von der Art, daß weder eine Vertheidigung noch Redekunst erforderlich ist um Euch für die Annahme der Resolution zu gewinnen. Der Bericht, den wir heute gehört haben, muß Euch eben so wie mich überzeugt haben, daß diese Gesellschaft ein großes und herrliches Werk treibt, ein Werk, das nicht hoch genug geschätzt und angeschlagen werden kann, ein Werk, das Gott beschützet, dessen Bemühungen und Mittel er segnet; das Werk ist: die frohe Botschaft des Heils an die Herzen deS zerstreuten Volkes Israel zu bringen. Ich werde der Rede des Bischofs folgen, der vor mir gesprochen. Dabei erinnere ich mich, daß einmal Jemand sich beklagte, die Prediger wiederholten sich sehr viel. Darauf sagte ein lieber christlicher Freund, den ich hier sehe: Allerdings, und er würde seine Pflicht nicht thun, wenn er nicht immer dasselbe wiederholte. Wenn auch noch so viel Wiederholung vorkommt, so kann doch nicht zu viel gesagt werden, um uns von unsrer Pflicht gegen das Haus Israel zu überzeugen. Dasselbe hat Anspruch an unsre christliche Sympathie, an unsre christliche Unterstützung und ganz besonders an unsere christliche Fürbitte. Die vorangegangenen Redner und besonders der hochw. Bischof haben bereits erwähnt, daß diese Gesellschaft den Vorzug vor andern haben, sollte; und ohne die Verdienste irgend einer andern Gesellschaft zu verkleinern, die den armen Völkern, welche in Finsterniß und Todesschatten sitzen, die frohe Botschaft des Heils verkündigen, so halte ich es doch für die besondere Pflicht der christlichen Kirche, dieses Heil dem Juden zuerst zu bringen. Denn wo ist unter allen Nationen, die im Strome der