Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 9-10 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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183 kund getha», indem er sie als eine Nation liebte und segnete, wie David sagt: „„So thut er keinen Heiden."" Die Juden sind das einzige Volk, von dem wir lesen, dem Gott seine Liebe als einer Nation erzeigt hat. Wir lesen von andern Rationen, wir lesen von vier Monarchieen, die der Herr auf Erden gründen wollte, die Babilonische, die Medopersische, die Griechische und die Römische. Wir wissen, daß drei von diesen bereits vergangen sind, und von der vierten weiß ich kaum wo sie ist, oder was aus ihr geworden ist. Aber das wissen wir von ihr, das Gericht wird gehalten und ihre Herrschaft weggenommen werden. Das wird das Ende der vierten Monarchie sein. Aber das jüdische Volk war vor ihnen und wird nach ihnen sein. Es ist ein Königreich, ein großes Königreich, das Gott in Jerusalem aufrichten will.... Es läßt sich nicht in Abrede stellen, daß Gott der jüdischen Nation mehr Liebe und Güte erzeigt hat, als irgend einer andern. Wenn der gnädige Gott, der ein Gott voller Gnade gegen uns ist, sie so in seinem Herzen trägt, sollten sie nicht auch in unfern Herzen sein, sollten wir nicht auch für dieses Volk eine ganz besondere Sympathie hegen." Der Bischof erwähnt dann der Missionsversammlungen früherer Zeit, wo der bekannte Judenfreund, Prediger Lewis Way thätigen Antheil nahm, und wo man seine Beiträge nach Belieben für eine oder die andere Mission bestimmte; dabei erzählt er folgenden Fall: „Ein junges Mädchen trat zu mir und gab mir einen Sirpence (5 Sgr.). Ich fragte sie, für welche Gesellschaft sie das gebe? O, sagte sie, ich gebe es für die Juden. Aus meine weitere Frage — bei der ich nicht etwa meinte sie zu tadeln, sondern nur wünschte, den Grund zu wissen — warum? sagte sie: weil die Juden das einzige Volk sind, das ich fortwährend in der Bibel erwähnt finde; ich finde Israel im ersten Buch MoseS und ich finde Israel im letzten Buch der Bibel; denn die Offenbarung Johannes spricht von 144,000 Versiegelten aus allen Stämmen Israels. — Ich kann nicht sagen, daß das Mädchen unrecht hatte, denn ich meine, das ist es, was wir fühlen sollten. Wir sollten den Juden zuerst bedenken und dann den Heiden." Der Bischof hebt dann noch hervor, daß die Juden an sich selbst ein gewaltiges Zeugniß für die Wahrheit des Alten und