Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 9-10 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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149 werden, sondern vielmehr dem Herrn danken, daß das Evangelium als ein Zeugniß gepredigt worden ist. Da ich unlängst von Smirna einer der sieben Gemeinen zurückgekehrt bin, werdet Ihr gern Etwas hören wollen von dem Werk der Gesellschaft in jener Stadt. Ich kann als ein Augenzeuge von dem sprechen, was der Herr dort durch diese Gesellschaft gethan hat. Die Arbeiten Eures dortigen Missionars sind reich gesegnet; ein Geist des Forschens ist unter den Juden erwacht, Männer und Weiber kommen um die Bibel zu kaufen, damit sie das Wort Gottes lesen können. Hunderte von Juden haben die seligmachende Wahrheit von dem Missionar vernommen, und ich habe fortwährend Juden gefunden, die sich noch genauer nach der vernommenen Wahrheit erkundigten. Er hat mit den Rabbinen disputirt und bet einer solchen Gelegenheit verlangte ein anwesender Jude von dem Rabbiner einen Beweis aus der heil. Schrift für seine Behauptung. Aber der Rabbiner wußte keine Antwort zu geben und keinen Beweis anzuführen, daß der Messias noch nicht gekommen sei. Die Juden in Smirna wünschen ihren Glauben auf die Schrift zu gründen, aber sie sind natürlich nicht im Stande Bieles von dem, was die Rabbinen für Wahrheit ausgeben, mit der heil. Schrift zu beweisen. Unlängst kam ein merkwürdiger Fall in Smirna vor. Ein junger Mann, der Sohn eines der reichsten Juden in jener Stadt, ist unter die Leitung und Unterweisung des heil. Geistes gekommen. Er suchte Jemand, der ihm englischen Unterricht ertheilen möchte; da wurde er zu dem Missionar gewiesen und dieser benutzte die Gelegenheit, ihn auch außer dem Englischen in der Wahrheit, wie sie in Jesu ist, zu unterrichten. Beim Lesen des alten Testaments erstaunte er über den Inhalt der Propheten. Er fragte seinen Rabbiner nach der Bedeutung der Weissagungen, aber er konnte z. B. keine befriedigende Antwort erhalten über Jes. 53 und Ps. 22. Er wurde aus den Talmud verwiesen, konnte aber auch dort keine Beruhigung finden. Der Geist Gottes rührte sein Herz. Drei Monate lang blieb er im Zweifel, ohne zu wissen, was er glauben solle. Er ging zu denen, die das Ansehen hatten, daß sie ihm Belehrung ertheilen könnten, aber umsonst. Endlich fand er bei dem Missionar dieser Gesellschaft Unterweisung; er wurde zu Jesu hinge-