Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 9-10 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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148 Jahresfeier der Londoner Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden. (Schluß.) Der folgende Redner, Hr. Prediger CousenS, der die Refolution unterstützt, sieht, wie er sagt, mit Vergnügen auf die Worte, die in der Resolution Vorkommen: „aufrichtiger Dank gegen Gott." „Alles Lob und alle Ehre gebührt Dem, der allein der Geber aller guten und vollkommenen Gaben ist. Beim Anhören des Berichts konnten wir nur Lob und Dank gegen den Herrn fühlen für die Segnungen, die er über uns ausgegossen hat. Sehet auf Abyssinien! Welchen Segen hat der Herr dort gelegt auf die Bemühungen seiner Knechte! Wir wissen, daß sich der Landmann freut, die Frucht seiner Arbeit zu sehen; wenn der Samen der Erde anvertraut ist, freut er sich zu sehen, wie zuletzt der Roggen, die Gerste, der Weizen als herrliche Ernte eingcbracht wird. So ist es auch mit den Arbeitern im Weinberge des Herrn, sie freuen sich, von Zeit zu Zeit Beweise von ihrem Erfolge zu sehen, sie freuen sich, den Segen des Herrn auf ihren Arbeiten wahrzunehmen. Wenn aber auch keine einzige Seele durch den Dienst dieser Gesellschaft bekehrt worden wäre, so wären wir dennoch heilig verpflichtet, Gott aufrichtig zu danken, daß auf den verschiedenen Missionsstationen das Evangelium von Christo den Juden gepredigt worden ist zu einem Zeugniß. Wir dürfen nicht vergessen, daß Gott seine eigenen Absichten hat, wenn Er seinen Segen zurückhält; wir dürfen nicht vergessen, daß, als die Apostel ausgingen, das Evangelium von Christo zu predigen, sie nicht immer großen Erfolg hatten. Welche Feindschaft erfuhren sie, als sie den Herrn Jesum predigten. An einigen Orten sahen sie großen Erfolg, an andern sehr geringen. Wiederum, als der Herr zu Paulo sprach, er habe ein großes Volk in Corinth, blieb er dort, um diejenigen zu sammeln, die den unerforschlichen Reichthum Christi vernehmen würden... Es ist daher das Verlangen dieser Gesellschaft, daß der h. Geist sie leiten und regieren möge, wenn sie ihre Missionare aussendet; und wenn auch nicht gerade großer Erfolg ihre Arbeiten krönt, so sollen wir doch nicht verzagen und muthlos