Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 9-10 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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150 wiesen und nicht nur mit Wasser sondern mit dem heil. Geist getauft und ist jetzt ein aufrichtiger Christ. Er kann vielleicht unter dem Segen Gottes das Werkzeug werden, viele Seelen zum Heil zu führen. Aber sein Glaube sollte auf die Probe gestellt werden. Er hatte Aussicht auf großen Reichlhum dieser Welt; aber um Jesu willen hat er ihn aufgegeben. Sein Vater hätte ihm ein großes Vermögen hinterlaffen, aber er ließ die Schätze dieser Welt fahren, nachdem er den unerforschlichen Reichthum Christi gefunden hat. Seine Frau und Kinder wurden von ihm genommen um seines Glaubens willen an Jesum. Aber die Juden waren damit nicht zufrieden, sie verfolgten den jungen Mann und brachten falsche Anklagen gegen ihn vor, die sie nicht beweisen konnten. Dann erfanden sie eine Geschichte, er stecke tief in Schulden, und obgleich die Beweise falsch und erlogen waren, wurde er doch ins Gefängniß gesteckt. Aber er blieb standhaft und treu, und durch Vermittelung des Missionars wurde er aus dem Gefängniß entlassen und genießt jetzt in seinem Hause Unterricht. — Junge Leute kommen und bitten um Unterricht. Ein Vater brachte seinen Sohn zu dem Missionar, daß er ihn unterrichten möchte. Eine jüdische Mutter übergab ihm zwei Kinder, um sie als Christen zu erziehen. Alle diese Thatsachen beweisen, daß in Smirna eine große Regung und Bewegung in den jüdischen Gemüthern vorhanden ist. Es ist eine ausfallende Thatsache, daß das Verlangen, den Talmud und das mündliche Gesetz zu studiren, immer mehr dahin schwindet, und daß, wo früher zehn junge Leute damit beschäftigt waren, jetzt kaum Einer gefunden wird. Auch die Juden, die das Christenthum nicht angenommen haben, leiden große Verfolgung. Dies ist höchst merkwürdig und 5 Mos. 28 wird auf diese Weife an ihnen erfüllt. Wenn ein Jude irgend einer Sache beschuldigt wird, erhebt sich alsbald das Volk in Menge gegen alle Juden. Unlängst hieß es, ein Jude habe einen Griechen gemißhandelt; dies Gerücht verbreitete sich und es begann eine Verfolgung gegen die Juden insgesammt. Man schleppte sie durch die Straßen, riß ihnen die Kleider ab, man führte sie an die See und steckte ihre Köpfe unter das Wasser. Aus diese Weise behandeln sogenannte Christen im Orient die Juden." Zuletzt richtet der Redner seinen Blick noch ni