Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 9-10 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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143 zugleich jeder gewöhnliche Prophet ausgeschlossen, denn nicht die Propheten waren die Vermittler zwischen Gott dem Herrn und seinem Volke, sondern vielmehr die Hohenpriester. Sehen wir aber dieses Mittleramt Moses noch etwas genauer an, so werden wir hier, wie schon obenerwähnt, auf die Gesetzgebung am Horeb zurückgewiesen. Dort wurde der Bund, den per Herr mit Israel geschloffen hatte, in Geboten und Vorschriften, in Verheißungen und Drohungen abgefaßt, bestätiget und gleichsam besiegelt. Die Bundesacte, die heil, zehn Gebote wurden in Israel niedergelegt zum ewigen Zeugniß. Bei dieser ganzen feierlichen Handlung ist Moses der Mittler; und grade bei dieser Handlung tritt Israel mit der Bitte zu Moses: „Rede du u. s. w." Und auf diese Bitte bei dieser Handlung giebt der Herr die gnädige Verheißung von einem Propheten wie Moses. Wo finden wir nun den Propheten, wenn wir auch die ganze lange Reihe der Propheten durch alle Jahrhunderte hindurch von Moses bis auf SachariaS und Maleachi durchgehen, der diesem hier gegebenen Vorbilde entsprochen hätte? Es läßt sich kein einziger auch nur mit dem geringsten Schein von Wahrscheinlichkeit nennen, bis wir auf den Propheten kommen Jesum von Nazareth, welcher war ein Prophet mächtig von Thaten und Worten vor Gott und allem Volk, und welcher der Mittler des neuen Bundes ist, von welchem es Jer. 31, 31 rc. heißt: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israels und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen. Nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bei der Hand nahm, daß ich sie aus Egyptenland führte; welchen Bund sie nicht gehalten haben, und ich sie zwingen mußte, spricht der Herr. Sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein. Und wird keiner den andern, noch ein Bruder den andern lehren und sagen; Erkenne den Herrn; sondern sie sollen mich alle kennen, beide klein und groß, spricht der Herr; denn ich will ihnen ihre Miffethat vergeben und ihrerSünden nicht mehr gedenken." Dieser Mitt-