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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 9-10 (1863) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
9-10 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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141 wenn in unsrer Stelle selbst gar kein solches angegeben wäre. Wohin man sich bei solchem Suchen aber verirrt, zeigen die oben angeführten Beispiele der jüdischen Rabbinen. Sobald in der Stelle selbst irgend ein oder mehrkre Momente bezeichnet sind, müssen wir die Aehnlichkeit auf diese angedeuteten beschränken; dürfen aber diese durchaus nicht als unwichtig übergehen oder übersehen und andere die uns wichtiger scheinen, an ihre Stelle setzen. Denn bekanntlich darf man Vergleichungen niemals pressen und sofort auf Alle» nach Belieben ausdehnen, da man sonst leicht auf Absurditäten geräth. In unserer Weissagung ist das Moment oder Merkmal, worauf es bei der Vergleichung ankommt, ohne alle Widerrede klar und deutlich angezeigt, nämlich in V. 16 da es heißt: „Wie du denn von dem Herrn, deinem Gott, gebeten hast zu Horeb, am Tage der Versammlung und sprachest: Ich will fort nicht mehr hören die Stimme des Herrn, meines Gottes, und das große Feuer nicht mehr sehen, daß ich nicht sterbe." Diese Worte weisen auf die Veranlassung zurück, die zu der gnädigen und großen Verheißung in unserer Stelle führte. Am Horeb also, oder am Sinai, (vergl. Mal. 4, 4. Der Sinai ist nur ein Theil des Horeb) als der Herr unter Donner und Blitz vom Himmel herniederkam und unter Offenbarung seiner Gottesherrlichkeit und Majestät dem Volke Israel sein heil. Gesetz gab, gerieth das Volk so in Angst, Furcht und Schrecken, daß sie flohen, von Ferne traten und zu Mose sprachen: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen, und laß Gott nicht mit uns reden, wir möchten sonst sterben. 3. Mos. 20, 18, 19; vergl. 5 Mos. 5, 23—28. Israel bekam hier. einen überwältigenden Eindruck von der Majestät feines Gottes einerseits, und seiner eigenen Nichtigkeit, Sündhaftigkeit und Strafbarkeit andererseits. Sie rufen daher aus, wie es 5 Mos. 5, 25 — 27 heißt: „Und nun, warum sollen wir sterben, daß uns dies große Feuer verzehre? Wenn wir des Herrn, unsers Gottes, Stimme mehr hören, so müssen wir sterben. Denn was ist alles Fleisch, daß es hören möge die Stimme des lebendigen Gottes aus dem Feuer reden, wie wir, und lebendig bleib«? Tritt du hinzu und höre Alles, was der Herr, unser Gott, sagt, und sage eS uns. Alles, was der Herr, unser Gott, mit dir reden wird, das wollen

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