Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 9-10 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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131 jüdischem Gebiete gern alles nachahmt und nachmacht, was auf dem christlichen besteht und geschieht. Warum sollte man ba nicht auch Bibel-Institute gründen? Betreiben die Christen durch Bibelverbreitung ihre Mission, warum sollten es nicht auch die Juden thun? Zudem ist in diese» Blättern wiederholt nachgewiesen worden, daß die jüdische Bibel-Anstalt nur aus bitterer Feindschaft gegen die Verbreitung der Bibel von christlichen Bibel- und Missionsgesellschaften entstanden ist. Dann aber möchten wir auch glauben, daß, trotz alles Bemühens der jüdischen Reform die biblischen Wahrheiten zu verwischen und zu beseitigen und die Bibel selbst ihres rein göttlichen Ansehens zu berauben, sich doch in den Gemächern vieler dieser Culturjuden das Gefühl stark regt und die Besorgniß sich nicht unterdrücken läßt, diese Entwickelung möchte nur zur gänzlichen Religionslosigkeit, zum Atheismus, zum Heidenthume, zur Selbstvergöttcrung und in's Verderben führen. Wie dem aber auch sei, der im Himmel wohnet, wird auch seiner Zeit hier noch eingreifen und dem Verderben, da man sich gegen ihn und sein Wort auflehnet, steuern. Denn wie man sagt, der liebe Gott sorgt schon dafür, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Er hat einst dem Thurmbau zu Babel so lange zugesehen, bis seine Stunde kam, die Bauleute zu verwirren, daß sie von ihrem stolzen Vorhaben ablassen mußten. So wird auch wahrlich die jüdische Cultur ihre Reform nicht weiter fortsetzen und entwickeln, als der lebendige und persönliche Gott ihr gestaltet; dann aber wird sie mit eben solcher Schmach und Schande von ihrem Treiben und Vorhaben abstehen müssen, wie jene Thurmbauer. Sie werden weder Gott und seinen Messias stürzen, noch auch Moseö und die Propheten; und wenn auch die allgemeine Zeitung des Judenthums Rr. 18 S. 272 von 1863 meint „ganz genau sagen" zu „können," daß „das Judenthum die geschichtliche Entwickelung des Mosaismus in den Phasen des Prophetismus, des Talmudismus, desRabbinismuS und der Reform oder Cultur ist" und spcciell „das Judenthum des neunzehnten Jahrhunderts, das im und zum menschengeschlechtlichen Culturleben sich entwickelnde Judenthum ist": — so meinen wir dennoch, mit Gewißheit sagen zu können, dieses Judenthum deö neunzehnten Jahrhunderts wird vergehen, Gottes 9*