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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 7-8 (1863) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
7-8 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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184 der mich zur Mittagstafel einlud. Der König befahl dann das gebräuchliche Geschenk zu bringen, bestehend in einer Kuh, Brod und Honig-Weine. Okt., 7. — Früh amMorgenwurdeichvonsiebzehnFelaschasbesucht, mit denen ich über die Verheißungen sprach. Gegen Abend erhielten wir (die Proselyten und ich) eine Vorladung vom Könige. Die Felaschas hatten sich vor uns daselbst versammelt und dem Könige ein Geschenk von einem Haufen abyssinischen Zeuge und einer großen Menge Kanonenkugeln gemacht. Die Proselyten hatten nichts, und doch waren sie besser dran; denn sie hatten die ewige Wahrheit auf ihrer Seite. Die Felaschas begannen dann ihre Klagen vorzubringen, sprachen in einer sehr poetischen Weise, und priesen wieder die Sonne Theodor ns, die über Aethiopien aufgegangen sei. „Seit Menelekeh (der vorgebliche Sohn Salomo's und der Königin von Aethiopien) sind die Felaschas nicht in der Ausübung ihrer Religion gehindert worden, und soll es nun einem Fremden erlaubt sein, uns daran zu hindern? Uns wird verboten zu opfern, ein Taskar zu machen und zu beten. Wir sind die Sklaven Ew. Majestät, was Sie uns nur immer gebieten werden, dem werden wir uns unterwerfen, aber den Worten eines Fremden werden wir nicht gehorchen." Der König wandte sich gegen mich und schien gereizt zu sein, denn sein Betragen war der gewöhnlichen Höflichkeit gegen Fremde sehr unähnlich. „Früher sagten Sie mir und meinem Vater (dem Abuna), daß Sie die Felaschas durch Belehrung zn Christo bekehren wollten; wer hat Ihnen die Macht gegeben, sie von ihren Opfern und Gebeten abzuhalten?" Hierauf erwiederte ich: „Ew. Majestät, seit den zwei Jahren, daß Ew. Majestät erlaubten, daß die Felaschas unterrichtet werden dürften, habe ich nichts gegen diese erste Uebereinkunst gethan. Ich habe gegen 850 Bibeln unter ihnen verbreitet, niemals habe ich irgend einen gezwungen, sie anzunehmen, nur diejenigen, welche darum baten, haben eine erhalten. Viele Felaschas wurden durch die Belehrung des Wortes Gottes erleuchtet und 41 sind getauft worden — nicht mit Gewalt, sondern auf ihr eigenes ernstes. Bitten. Ehe sie noch getauft wurden, kamen sie mit ihren

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