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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 7-8 (1863) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
7-8 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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118 er mit den meisten Verheißungen vertraut war, so hielt er seinen Gegner länger als eine Stunde zurück, während welcher Zeit er ihm die Wahrheit und Gott zeigte. Er blieb jedoch ein Feind, und ist nun nach Djelger gegangen, um dort die Felascha von der Wahrheit abzuhalten. Aug.,18. — Am vergangenen Sonnabendging ich nach Joahhy, einem vier Meilen entfernten Orte. Dieser Ort ist die Heimath des oben erwähnten jungen Mannes J'aasu (nicht zu verwechseln mit einem früheren J'aasu, der mit den ersten Proselyten und einigen andern Taufkandidaten getauft wurde). Es wohnen etwa fünfzehn Felascha-Familien auf den Bergen zerstreut, von denen stch die meisten bei meiner Ankunft versammelten, denn es war Sonnabend. Ich las ihnen Jesaias 55 vor und eine Zeitlang konnte ich über den Heilsplan zu ihnen reden, als ich plötzlich durch lauten Lärm hinter mir unterbrvchen wurde. Er kam von einem jungen Manne, welcher einige Kenntnisse des Alten Testaments hat und sich brüstete, daß er meine Darlegungen leicht übern Haufen werfen könne. Da ich ihn freundlich und höflich anredete, so vermochte ich ihn, mir zuzuhören, und ich begann nun ihn kurz über die Geschichte der Kinder Israels zu katechisiren. Er machte so viel Schnitzer, daß er stch bald vor der Versammlung sehr beschämt fühlte. Als er behauptet hatte, daß der Herr das Gesetz in Egypten gegeben habe und ich seinen Jrrthum bewiesen hatte, rief er ungeduldig auS r „Ja, und dies Gesetz wollen wir halten, und wollen von keinem andern etwas wissen." Ich. — Welches war denn daS Gesetz, daS der Herr den Kindern Israels auf dem Berge Sinai gab? „Die zehn Worte," antwortete er schnell, und blickte siegreich - auf die Versammlung. Ich. — Kennen Sie dieselben? Er machte wieder Fehler. Als ich sie laut hergesagt hatte, damit Alle fie hören sollten, fragte ich: „Nun sagen Sie mir, ist in diesen zehn Worten irgend etwas gesagt von Waschen, von den Regeln der Absonderung, von dem sich Enthalten von unreinen Dingen, wovon Sie soeben verst-

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