Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 7-8 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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117 denn seine Mutter, obschon wir alles thaten, was wir konnten, sie zu beruhigen, fluchend fort, wie sie gekommen war. August, 5. — Am vergangenen Sonntage wurde der oben genannte junge Mensch mit noch drei andern Taufkandidaten, zwei Männern und einer jungen Frau (nämlich der Frau des einen der Männer) getauft. Es geschah nur auf sein ernstes Flehen, daß ich zur Taufe des jungen Menschen meine Zustimmung gab, überdies hatte sich seine Mutter, die beinahe jeden Tag gekommen war, ihn zu sehen, beruhigt. Er empfing die Namen Walde Johannes. Sein Leiden hat sich bedeutend vermindert und er hat sich mit den drei andern Knaben vereinigt, mit ihnen Unterricht zu nehmen. Wenn wir so Grund haben uns darüber zu freuen, daß der Herr der Wahrheit so viele Herzen geöffnet hat, so giebt es auch gar Vieles, worüber wir besorgt sein müssen. Die meisten von den zahlreichen Dörfern der Felaschas in der Nähe (der unmittelbaren Nachbarschaft) Genda's sind uns jetzt verschlossen. Einige, welche geneigt schienen, die Wahrheit ernstlich zu suchen, sind bittere Feinde geworden. Ein gewisser Beru von Dschanker besuchte uns fleißig und forschte emsig nach der Wahrheit; aber seitdem seine Brüder Christum öffentlich bekannt haben, ist er ein offener Feind geworden. Einen jungen Verwandten J'aasu, der uns eine kurze Zeit besuchte, hat er nach der abyssinischen Sitte völlig herausgefordert, das Wort Gottes nicht zu öffnen. „Es wäre sehr gefährlich," sagte er „und es würde ihn gewiß verleiten, von seiner Religion abzufallen." Aber sein Vetter, ein junger Mann von ungefähr zwanzig Jahren, ließ sich in dieser Weise nicht Stillschweigen auferlegen. Er erwiederte die Herausforderung mit einer andern Herausforderung und zwang Beru, ihn „du Theodoras mut" nach Genda zu Beru zu begleiten; hierauf war er genölhigt, vier Meilen weit zu folgen. Als sie bei dem Hause Beru's, jetzt Wolde Paulus, wie er bei der Taufe genannt wurde, angekommen waren, so waren die ersten Worte, welche dieser ungläubige Namensvetter an der Hausthür aussprach: „ba Theodoras mut“ öffnet nicht den Corid. Ob nun schon Beru Paulus gebunden war, das Wort Gottes nicht zu öffnen, so war er doch nicht gebunden, still zu schweigen. Und da