Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 7-8 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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113 wußt hätten, daß dies in dem Corid stände. Sie gingen ganz verändert fort und versprachen gern, das Wort Gottes zu lesen. Juni, 24.— Einigen Felaschas ausWogita und Bartscha wurde Jesaias 4L und Hosea 3 erklärt. — Einige Schulknaben in Genda hatten viel von ihren Eltern zu leiden, welche wüthend wurden, als sie hörten, daß ihre Kinder das Evangelium liebten. Einer von ihnen, ein Knabe von acht Jahren, wurde so hart gezüchtiget, daß er voll Striemen war. Aber die einzige Wirkung davon war, daß sie desto eifriger wurden, das Evangelium kennen zu lernen, und daher besuchten sie Beru, so oft sie Zeit dazu finden konnten. Juli, 1. — Heute kam ein Brief von Sr. Majestät an, in welchem die Erlaubniß zur Taufe der Taufkandidaten gegeben wurde. Juli, 4. — J'aasu, einer der ersten Taufkandidaten, hat große Unannehmlichkeit mit seinem Schwiegervater gehabt, der seine Tochter zu überreden wünschte, ihren Mann zu verlassen. Er hat ihn herausgefordert, mit ihm vor dem Statthalter zu erscheinen. Der letztere sagte, daß er in Sachen einer Ehescheidung nicht entscheiden könnte, da dies gewöhnlich von den Priestern geschieht. Dessenungeachtet, sagte er, sei er der Meinung, daß, wenn seine Tochter bei ihrem Manne zu bleiben wünsche, der König nicht zugeben würde, seine Tochter mit Gewalt wegzunehmen. Juli, L5. — Seit dem oben Erwähnten sind LL unserer Taufkandidaten getauft worden. Es war unmöglich, sie zu bewegen, noch länger zu warten. Sie waren lange Zeit dem Haffe ihrer Verwandten ausgesetzt gewesen, von denen fie ein ganzes Jahr getrennt gewesen waren, während die Christen dieses Landes, obschon sie nicht unfreundlich waren, sie doch nicht als zu ihnen gehörend betrachteten. So drangen die Taufkandidaten selbst darauf, getauft zu werden. In der Antwort auf meinen Brief an den König sagte er, daß er sich freue zu hören, daß eine so große Anzahl der Felaschas dahin gebracht worden sei, die Wahrheit der christlichen Religion zu erkennen. Er beabsichtige nicht, irgend einen Felascha zum Wechsel seiner Religion zu zwingen, aber es sei sein Wunsch, daß Keiner von denen, welche aus gewissenhaften Gründen Christ zu werden wünschten, von den Anverwandten verhindert oder belästigt werden solle. 8