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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 7-8 (1863) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
7-8 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Ich benutzte diese Gelegenheit, ihre Aufmerksamkeit auf die Mesfianischxn Weissagungen zu lenken. 9. — Auf meiner Rückreise besuchte ich die FelaschaS zu Awora wieder und eröffnete die Schule wieder, die während des Sommers geschlossen worden war. Es kamen 45 Knaben, die Unterricht zu haben wünschten, und als Lehrer für sie bestimmte ich Eli. 18. — Mehrere Felaschas verweilten den ganzen Nachmittag bei mir, die mich baten, ihnen Anleitung in der Schriftforschung zu geben. Es sind keine Taufkandidaten, aber sie scheinen sehr aufrichtig darnach zu streben, ein rechtes Verständniß des Wortes Gottes zu erlangen. 19. — Heute hatten die Felaschas einen Festtag, und da sie nicht arbeiteten, so hatten sie sich alle bei mir zum Unterrichte versammelt. Als wir eben beschäftigt waren, langten neue Felaschas von verschiedenen Dörfern an, welche wünschten, die Taufkandidaten mit ihren Mönchen zu versöhnen. Da ich schon oft von der Macht ihrer Lungen Erfahrung gemacht hatte, so fragte ich sie, ob sie zu einer friedlichen Besprechung gekommen wären — da wir keine Zeit zum Streit und Geschrei hätten. Sie willigten ei» zu hören, worauf ich zu ihnen von dem Heilsplane sprach, wie von der Pflicht aller Menschen, auf die Gebote Jehovahs zu achten, und ging dann zu den Stellen in Frage über, nämlich dem Verbote der Opfer, der Gottheit Christi, der Dreieinigkeit Gottes und andern. Die Unterhaltung blieb nicht ohne Eindruck auf sie. Der Eine sagte: „Ich wußte bisher nicht, daß so klare Stellen über die Gottheit Christi im Alten Testamente vorhanden sind." „Ist Ihr Corid ein anderer, als der unserer Mönche?" fragte ein Anderer. Einer wandte sich zu den Taufkandidaten mit dem Bekenntnisse: „Meine Brüder, ich kam hierher mit einem Herzen voll von Haß gegen Euch, indem ich meinte, daß Ihr entschieden im Unrechte wäret, weil ich glaubte, daß Ihr Euch allein auf die Meinung eines Fremden verließet. Ich kann Euch nicht darüber tadeln, daß Ihr in unfern eigenen Schriften, dem Worte Gottes, forschet und daran glaubt." Ferner bat er, daß ihm die Stellen gezeigt würden, die sich auf das Opfern beziehen. Als das geschehen war, bekannte er, wie alle Andere, daß sie es nie ge-

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