Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 7-8 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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101 „Auf unfern Misstonsstationen wurden in dem letzten Jahr über Sechzig Erwachsene getauft, außer den Dreißig in Abyssinien; außerdem wird von Vier und zwanzig Taufen berichtet, die nicht in unmittelbarer Verbindung mit unserer Mission stehen, aber doch wahrscheinlich eine Frucht derselben sind. Unser Bericht erzählt überhaupt von etwa Einhundert und sechzehn Taufen. Dies ist aber nur eine geringe Zahl gegen die Juden, die sich als Forscher kundgegeben haben, von denen ohne Zweifel Viele von der Wahrheit des Christenthums überzeugt sind, die aber noch nicht den Muth haben, dasselbe zu bekennen. „Zum Schluß möchten wir noch eine Frage an unsere christlichen Brüder richten. Das Studium des prophetischen Schriftwortes ist ohne Zweifel im Zunehmen und auf diese Weise tritt der Jude je länger desto mehr vor das Gemüth der Christen, um ihr Interesse für ihn zu erwecken. Aber wächst auch das Verlangen nach der Bekehrung des Ueberbleibsels, oder ist auch das Bemühen, sie zu Christo zu bringen, in verhältnißmäßigem Zunehmen? Sind wir uns dessen hinlänglich bewußt, „daß durch eure Barmherzigkeit auch sie" — die Juden — „Barmherzigkeit überkommen?" „Die kräftigsten Verkündigungen des prophetischen Wortes sind immer verbunden mit praktischer Pflicht, auf welche die erwachte Thätigkeit gerichtet sein soll. Während wir daher mit neuer Inbrunst auf die Herrlichkeit Hinblicken, welche der Kirche noch bevorsteht, wenn ganz Israel wird selig werden, thun wir in Liebe und Selbstverläugnung auch Alles, was wir können, um Einige für Christum zu gewinnen? und thun wir, wie wir sollen, daß wir den Herrn erinnern und ihm keine Ruhe geben, bis daß Jerusalem gefertigt und gesetzt werde zum Lobe auf Erden?" Nachdem der Jahresbericht vorgelesen war, hielt der Vorsitzende, der Lurl of Sbaftesbury eine kurze Ansprache an die Versammlung, in welcher er bezeugte, daß er je länger desto mehr Interesse für die Sache der Gesellschaft fühle; entschuldigte sich aber auch, daß er aus Mangel an Zeit wegen sehr dringender Geschäfte nicht länger anwesend bleiben könne und übertrug den Vorsitz seinem „Freunde," Hrn. Strachan, einem der Vicepräsidenten. Letzterer übernahm