Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 5-6 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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94 auch mein Fleisch wird ruhen in der Hoffnung; denn du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen, auch nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe. Du hast mir kundgethan die Wege deS Lebens, du wirst mich erfüllen mit Freuden vor deinem Angesichte. Ihr Männer, liebe Brüder, laßt mich frei reden zu euch von dem Erzvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei uns bis auf diesen Tag. Als er nun ein Prophet war und wußte, daß ihm Gott verheißen hatte mit einem Eide, daß die Frucht seiner Lenden sollte auf seinem Stuhl sitzen, hat er es zuvor gesehen und geredet von der Auferstehung Christi, daß seine Seele nicht in der Hölle gelassen ist, und sein Fleisch die Verwesung nicht gesehen hat. Diesen Jesum hat Gott auferwecket, deß sind wir Zeugen. Nun er durch die Rechte Gottes erhöhet ist und empfangen hat die Verheißung deS heiligen Geistes vom Vater, hat er ausgegossen dies, das ihr sehet und höret. Denn David ist nicht gen Himmel gefahren. Er spricht aber: der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze vich zu meiner Rechten, bis daß ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße. So wisse nun das ganze Haus Israel gewiß, daß Gott diesen Jesum, den ihr gekreuzigt habt, zu einem Herrn und Christ gemacht hat. Apostelg. S, SS—86. Jassy. Wir lassen noch einen Bericht des Missionars Mayer über seine Thätigkeit in Jassy folgen, wie er uns in dem Jewish Intelligence vom Monat März mitgetheilt wird. Herr Mayer schreibt: Obschon meine Sonntags-Abendgottesdienste bereits seit länger als einem Jahre im Ganzen gut besucht worden sind, und das besonders von getauften Israeliten, so wurde es doch im Laufe der Zeit offenbar, daß die Zahl der Juden, welche ihnen zu der Zeit beiwohnen konnten, nothwendiger Weise nur gering sein konnte, und daß damit nicht allen, welche die Predigt des Evangeliums zu hören wünschten, eine gute Gelegenheit dazu geboten werde, da die Masse der Juden, welche natürlich nicht geneigt sind, zwei Ruhetage in der Woche zu halten, zur Zeit des Gottesdienstes an die täglichen