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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 5-6 (1863) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
5-6 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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88 hatte nämlich zum Besten der Mission, damit die Familien beisammen wohnen könnten und nicht der Unannehmlichkeit des östern Wohnungswechsels ausgesetzt wären, ein HauS gekauft. Aber indem unser guter B. auf diese Weise für andere besorgt gewesen war, hatte er sich selbst eine große Last aufgebürdet, die ihm nun, da er das Haus so plötzlich und noch dazu während des Krieges verkaufen mußte, Verlust brachte. Als nun am Abend des 8. Februar 1855 die beiden Familien Becker und West abreisten, fanden sich auf dem Bahnhose nicht nur ihre unmittelbaren Freunde und mehrere Pro« selyten ein, sondern auch Juden und viele Christen, Polen, Deutsche, Engländer und Russen, die zum Theil unter bittern Thränen die letzten Missionare scheiden sahen. Selbst die Polizeibeamten drückten ihre Verwunderung und ihr Bedauern über die Vertreibung der Missionare aus. Becker und West waren von ihrem Comit« angewiesen nach Hamburg zu gehen, und hier setzten sie ihre Arbeit als Judenmissionare fort. Aber die Trennung von Polen blieb ihnen, so wie den andern ausgewiesenen Missionaren ein tiefes Weh. Sie eröffneten in der reformirten Kirche einen Gottesdienst und machten Missionsreisen in die benachbarten Provinzen. Unter manchen Zeichen des Segens vom Herrn wurden diese Arbeiten fortgesetzt. Am 84. Juni 1868 predigte B. zum letzten Male und war da noch recht vergnügt in seinem Herrn. Von da aber begann seine Krankheit, ein inneres Uebel, sich zu zeigen. Er hatte bisweilen die heftigsten Schmerzen zu leiden; aber er ertrug dieselben mit christlicher Geduld und Ergebung. Sein Wahlspruch war, wie seine betrübte Wittwe schreibt: Geht es nur zum Himmel zu, und bleibt JesuS ungeschieden, so bin ich zufrieden. Jes. 38, Matth. 11 und die Psalmen ließ er sich gern vorlesen. Ein alter Freund hatte in einem Briefe an den Leidenden denselben auf den Hohenpriester Jesum Christum gewiesen, der Mitleiden hat mit unfern Schwachheiten und Gebrechen, und der, wie es in einem Liede heißt, weiß und kennt, was schmerzt und brennt, versteht wohl wie zu Muthe sei dem Kranken. Als ihm diese Worte vorgelesen wurden, rief er aus: „Ach, Dank Dir, lieber Bruder, für diesen Trost." Sein lebendiger christlicher Glaube

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