Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 5-6 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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86 Dienste der Londoner Gesellschaft in Gothenburg wirkt. Die beiden Brüder M'C. und B. begaben sich nun nach St. Petersburg, wo ste durch Hrn. Venning dem Fürsten Galitzin vorgestellt wurden, durch dessen gütige Vermittelung ste die kaiserliche Erlaubntß erlangt hatten. Hr. M'C. ging von Petersburg nach England, B. aber nach Warschau, wohin auch M'C. und andere Missionare folgten. In Folge mancher kirchlichen Verordnungen, die die Mission stark berührten, verließ M'C. im Jahre 1838 Polen; B. aber, der schon 1823 in Warschau ordinirt worden war, blieb daselbst und übernahm die Leitung der ganzen Mission. Er war unausgesetzt thätig, indem er bei dem schon bald zu Anfänge von ihnen eingerichteten deutschen und englischen Gottesdienste predigte, Missionsreisen unternahm, sich mit Verbreitung von Bibeln, Erbauungsbüchern und Tractaten in hebräischer, jüdischer, deutscherund polnischer Sprache beschäftigte, auch eine Zeitlang die Anstalt, die für jüdische Proselyten gegründet worden war, leitete, in welcher deutsche und hebräische Gottesdienste gehalten wurden. Da sowohl das lutherische Consistorium als auch der reformirte General-Senior von Diehl den ordinirten Missionaren Erlaubniß, Befugniß und Auftrag gegeben hatten, sich auf ihren Reisen der verlassenen Protestanten anzunehmen, Gottesdienste zu halten und die Sakramente zu verwalten, so war namentlich Beckers Wirksamkeit eine ausgedehnte und reichlich gesegnete auch für die Christen. Auf einer dieser Missionsreisen, die B. mit einem andern Missionar machte, besuchten dieselben innerhalb 6 Wochen 13 Städte, predigten 27 Male in Kirchen oder Schulhäusern und hatten Gelegenheit in Gesprächen mehr als 2088 Juden die Botschaft des Heils zu verkünden. So ging unter der Leitung unsers B. die Mission in Polen trotz mancher Beschränkungen, die ste vom Jahre 1838 an leider erfuhr, ihren gesegneten Gang fort. Die Andachten, die zuerst in der reformirte» Kirche, dann in einem besonder» Saale, welchen die kleine englische Gemeine zu ihrem Gottesdienste benutzte, wurden untersagt, doch konnten dieselben in der Proselyten-Anstalt fortgesetzt werden. Hier fanden ste des Sonnabends und Sonntags statt. Die Sonntags-Gotteödienste waren stets von mehreren Christen besucht,