Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 5-6 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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77 Aaron und seinen Söhnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet: Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der. Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Friede. Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, daß ich sie segne." In dem Messias Jesus sehen wir das Gegenbild, das dem Vorbilde vollkommen entspricht. Denn er ist König und Hoherpriester zugleich und er verrichtet in diesem Doppelamte dieselben Handlungen wie Melchisedek. Als König der Juden wird Jesus Christus schon bei seiner Geburt verkündigt und begrüßt; denn der Engel sprach bei der Verkündigung zu Maria: „Der — nämlich Jesus — wird groß und ein Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters Davids geben und er wird ein König sein über das Haus Jakobs ewiglich, und seines Königreichs wird kein Ende sein." Die Weisen aus dem Morgenlande fragen in Jerusalem, als sie Zesum suchen: „Wo ist der neugeborene König der Juden?" Als den König Israels erkennt das Volk diesen Jesum bei verschiedenen Gelegenheiten, als solchem huldigen sie ihm namentlich bei seinem letzten Einzuge in Jerusalem; als solchen beweist er sich durch all die mächtigen Wunder und Thaten, die er verrichtete, wenn er die Kranken mit einem Worte gesund machte, böse Geister aüstrieb» das Toben des Meeres stillete u. dgl.; als König Israels bekennt er sich in seinem Leiden, wenn er auf die Frage Pilati: Bist du der Juden-König? nicht nur antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt u. s7w.; sondern auf die wiederholte Frage Pilati: So bist du dennoch ein König? feierlich antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Joh. 18, 33—37. Um dieses Bekenntnisses willen wurde ihm auch, um seine königliche Würde zu verspotten, eine Dornenkrone auf sein Haupt gesetzt, ein Purpurkleid angezogen, ein Rohr in seine Hand gegeben, spöttisch und lästerlich zu ihm gesagt: Sei gegrüßt lieber Judenkönig und endlich wurde auch als Ursache seines Todes an seinem Kreuze die Ueberschrift angebracht: Jesus von Nazareth der Juden König. — Von seinem hohenpriesterlichen Amte zeugt sein großes Gebet, das