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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 5-6 (1863) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
5-6 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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73 fürsten Jes. 9, 5, der Frieden unter den Völkern schafft Sach. 9,19 und wie der leibhaftige in die Völkerwelt herniedergekommene Friede selbst ist Mich. 5, 4." 2. Melchisedek war ferner ein Vorbild auf den Messias in Absicht auf seine Person. Man könnte fragen, was wissen wir denn von seiner Person? Hat doch Moses, der uns die kurze Nachricht von diesem Melchisedek gegeben, gar Nichts über seine Person gesagt. Aber derselbe Geist Gottes, der zuerst durch den König David auf diesen Melchisedek zurückweisen ließ, hat später noch einmal aus ihn hingewiesen durch einen Apostel des neuen Testaments, und dort ist gerade das tiefe und geheimnißvolle Schweigen über die eigentliche Person dieses Königs zu Salem als wichtig und bedeutsam hervorgehoben. Denn Ebr. 7,3 heißt es von ihm: „Ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlecht, und hat weder Anfang der Tage, noch Ende des Lebens: er ist aber verglichen dem Sohne Gottes und bleibet Priester in Ewigkeit." Der Apostel will mit diesen Worten keineöweges sagen, daß Melchisedek keinen leiblichen Vater und keine leibliche Mutter gehabt habe, daß er ohne alle Abstammung gewesen sei und etwa wie Adam von Gott unmittelbar in die Welt gesetzt worden sei. Sein Geschlecht, seine Abstammung ist in der heiligen Schrift nur verschwiegen, sein Vater und seine Mutter werden nicht genannt in den Geschlechtsregistern. Gerlach sagt in seiner Bibel zu Ebr. 7,3: „Weder von seinem Vater, seiner Mutter, noch von seiner Abstammung, noch von seiner Geburt und seinem Ende giebt uns die Schrift Kunde. Fälschlich würde man sagen, daß hier auf einen ganz zufälligen Umstand ein großes Gewicht gelegt werde. Denn war weder von seiner Abstammung, noch von seinem Lebens-Anfang und Ende in der Schrift eine Nachricht gegeben, so fragt es sich ja: Woher kommt er denn zu einer so außerordentlichen Bedeutsamkeit in der Geschichte des Reiches Gottes, daß der auserwählte Patriarch, dem Gott die größte Verheißung gegeben hatte, ihn als seinen Priester anerkannte? ... Die Antwort darauf ist eben in der geheimnißvollen Weise seiner Erwähnung, ohne Stammtafel, ohne Geschichte seiner Geburt und seines Todes, zu suchen; diese bezeugt, daß in ihm der große, göttliche

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