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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 5-6 (1863) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
5-6 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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66 es ja selbst klar und deutlich, daß der wahre Messias der allergrößte und beste Prophet und Lehrer, wie auch der allerherrlichste und mächtigste König ist, der mit einem gewaltigen Zepter herrscht und zuletzt alle seine Feinde zum Schemel seiner Füße legen wird. Aber ebenso unleugbar ist es auch, daß in der heiligen Schrift diesem wahren Messias das liebliche und tröstliche Amt eines Hohenpriesters beigelegt wird. Dieser Punkt aber, nämlich die Lehre von einem Messias, der als versöhnender Hoherpriester zwischen Gott und der Menschheit steht, der durch sein Leben, Leiden und Sterben die Sünden der Menschheit büßt und für dieselben eine vollgültige Genugthuung leistet, so daß wir durch ihn Vergebung der Sünden und ewige Gerechtigkeit erlangen: diese Wahrheit ist es, welche Israel bestreitet und bekämpft. Da aber in der heiligen Schrift, die doch hier, wie in allen dergleichen Streitfragen, allein entscheivende Kraft hat, die Lehre von dem Messias nach allen Seiten hin klar und ausführlich in Worten der Weissagung nicht nur, sondern auch in besonderen Vorbildern dargelegt ist und Weissagung und Vorbilder ganz bestimmt auch den Messias als Hohenpriester verkündigen, so dürfen wir auch hier nicht trennen was Gott zusammengefügt hat und wir dürfen von der Schilderung des Messias Nichts weglaffen, was nach dem Worte Gottes zu derselben gehört. Das hohenpriesterliche Amt ist grade ein recht wesentliches Stück in der Lehre von dem Messias, und dasselbe ist auch ganz besonders und mehrfach vorgebildet. Ein solch merkwürdiges Vorbild auf den Messias als Hohenpriester ist der in der Überschrift genannte Melchisedek, dessen Geschichte uns 1. Mos. 14,18—20 in den wenigen Worten erzählt ist: „Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein hervor. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten. Und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, dem höchsten Gott, der Himmel und Erde besitzet; und gelobet sei Gott der Höchste, der deine Feinde in deine Hand beschlossen hat. Und demselben gab er — Abram — den Zehnten von allerlei." Jüdische und besonders christliche Commentatoren haben aus diesem Melchisedek alles Mögliche gemacht. Rssvki sagt ganz kurz,

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