Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 1-2 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Betrügerei u. f. w., und da würde man Redlichkeit sehen» Aber mit solchen Schimpf- und Schmähreden die Sache nur leugnen und vertuschen wollen, ist nicht ehrlich. Zn welcher Beziehung stehen nun aber diese Dinge zu unsrer obigen Frage: Hüter, ist die Nacht schier hin? Die gegebenen Schilderungen des Zudenthums im Allgemeinen und die angeführten und besprochenen Citate über einzelne Punkte insbesondere, geben uns, nach unserem Dafürhalten, eine ziemlich laute Antwort, die aber allerdings noch nicht sonderliche Hoffnung' giebt, daß die Nacht schon bald zum Tage werden würde. Denn dieses traurige Bemühe» und Bestreben sowohl der Reform - als der rabbinischen Juden, offenbar gottlose Grundsätze des nicht bloß früher bestandenen sondern noch bestehenden Judenthums, die in den Schriften ihrer sogenannten „mündlichen Lehre aller Welt offen vorliegen", zu leugnen, und diejenigen, die dieses Judenthum beim rechten Namen nennen, noch der schmählichen, schändlichen Lüge zu beschuldigen: ist nicht aus der Wahrheit oder aus dem Lichte, sondern von der Nacht und Finsterniß. So lange dieser Geist noch herrschend ist, ist auch an keinen Morgen zu denken. Wer, wie die Culturjuden, die Sünde selbst als eine großartige Entwickelung darstellt, der macht aus Sauer — Süß, und aus Finsterniß — Licht und von solchen Helden läßt stch wohl eine Fortentwickelung, ein Fortschritt erwarten, aber nicht zur Wahrheit, zum Licht, zu Gott, sondern vielmehr nur tiefer in die Lüge, in die Finsterniß, in die Gottentfernung, ins Heidenthum. Eine Sprache, wie wir sie nach dem Vorhergehenden in der a. Z. d. I. und „dem Israeliten" vernommen, ist noch weit von der entfernt, wie sie der Prophet Jerem. 3, 23—25 verheißt, da Israel sagen wird: „Wahrlich es hat Israel keine Hilfe, denn am Herrn unserm Gott. Und unserer Väter Arbeit, die wir von Jugend auf gehalten haben, müsse mit Schanden untergehen. Denn darauf wir uns verließen, das ist uns jetzt eitel Schande, und deß wir uns trösteten, deß müssen wir uns jetzt schämen; denn wir sündigten damit wider den Herrn, unfern Gott, beide wir und unsre Väter, von unsrer Jugend auf, auch bis auf diesen heutigen Tag, und gehorchten nicht der Stimme des Herrn unfers Gottes." (Schluß folgt.)