Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 1-2 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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31 Missionsnachrichteil. Bagdad. In den ilerrislr Hsvvrüs lesen wir folgende Mittheilung von Herrn Eppstein aus Bagdad, die wir unfern Lesern nicht vorenthalten wollen. Die kühlen Stunden des Tages verwende ich zum Besuche der Depots, und zwar in der doppelten Absicht, die leibliche Roth, die Leiden und das Elend meiner benachbarten Brüder nach dem Fleische zu lindern, indem ich den Vr. Schlefti bei seiner Sorge für ihre zeitlichen Bedürfnisse und leiblichen Leiden unterstütze, und sie darauf aufmerksam zu machen suche, Hülfe für die Leiden ihrer Seele und Errettung aus der ewigen Pein und Noch, die das Loos der Ungläubigen sind, durch den Glauben an den Herrn Jesum, den Messias, den Sohn Davids zu suchen. Die Besuche bei den Juden in ihren Häusern und in ihren Läden, der Unterricht in der Schule und der Religionsunterricht für die, welche die Wahrheit suchen, das Alles muß in der frühen Tageszeit vollbracht werden, und Sie können daraus leicht sehen, wie wenig Zeit zum Schreiben eines Tagebuches, wie kurz es auch immer sein mag, übrig bleibt. Um Ihnen jedoch einen Begriff davon zu geben, wie ich meine Zeit verwende, wie das Werk des Herrn betrieben wird, wie es gegenwärtig mit der Mission hier steht, und Sie mit all den Neuigkeiten, die Sie interessiren können, bekannt zu machen, setze ich mich nieder, diesen Brief an Sie zu schreiben; und ich hoffe, daß der Herr meine Gedanken so lenken wird, daß ich Ihnen solche Thatsachen mittheile, welche Ihre Hände in dem Werke der Liebe, für das Sie thätig sind, stärken und die zur Ehre des Herrn gereichen mögen. DaS Evangelium macht, wie ich glaube, wenn auch nicht sichtbare, doch wesentliche Fortschritte. ES drängt sich mir diese Ueberzeugung auf, nicht sowohl wegen der Zahl der Juden, mit denen ich täglich in Berührung komme, und die sich dem Christenthume günstig zeigen, als vielmehr wegen des Betragens des rabbinischen Raths und der reisenden Chachams aus dem heiligen Lande. Die Rabbinen sind in neuerer Zeit höchst freundlich gewesen, sie Haben mich im Krankenhause besucht in der Absicht, mir Achtung zu zeigen und ihr