Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1863-01-01 · 1-2 (1863) · page 29

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
1-2 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554725-2554727--03857-2559768
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

von 4 Silberlingen. Einen Silberling behielt aber (Samuel) zurück, (d. h. wie Raschi selbst erklärt, er betrog den Goi um 1 Silberling bei der Bezahlung, indem er ihm statt 4 nur 3 gab.) — Rab Kaneh kaufte von einem Goi 100 Fässer (Wein) wußte sich aber statt hundert nicht weniger als ILO zu verschaffen; und bei der Bezahlung gab der Rab dem Gor auch noch Einen Silberling weniger, als bedungen war, sprach aber zu dem Gor: Siehe, ich verlasse mich auf dich, ob die Rechnung richtig ist. — Rabbine kaufte in Gemeinschaft mit einem Gor Dattelbäume zum Spalten; dann sagte er zu seinem Knechte, gehe du zuerst und bringe mir die untern Stücke (Stammende) weil sie dicker sind, Venn der Gvi weiß nur die Zahl der Stücke. — Rab Asche war auf einer Reise, da sah er in einem Weinberge Reben mit Trauben. Er sagte zu seinem Knechte, gehe hin und siehe; gehört der Weinberg einem Go!, so bringe mir Trauben, gehört er aber einem Israeliten, so bringe mir nichts. Der Go! aber saß in seinem Weinberge und hörte das Gespräch, daher sprach er zu ihm: ist es denn erlaubt von einem Go! (zu stehlen)? Rab Asche antwortete: Der Goi nimmt Geld, aber der Israelit würde kein Geld nehmen." Durch solche und andere ähnliche Beispiele, in denen doch die Betrügerei offenbar ist, wird der obige Satz erläutert: der Jrrthum des Nichtjuden ist erlaubt. Ist es nun nach diesen Zeugnissen eine „schändliche Lüge" und ein schmähliches Lügengewebe, wenn Jemand sagt, der Talmud erlaube den Juden die Christen zu betrügen? Wir wiederholen, daß wir unterscheiden zwischen Juden und Judenthum, oder wie Herr v. Bethmann-Hollweg sagt, unter Judenthum nicht „die jüdische Gemeinde der Gegenwart" verstehen, aber das ist klar, das rabbinische Judenthum erlaubt den Betrug. Redliche und wahrheitsliebende Juden würden sagen, wir müssen leider bekennen, daß Rabbinen der Vorzeit solche verderbliche Grundsätze aufgestellt haben, aber wir verachten und verabscheuen sie. Denn wenn man kein Bedenken trägt zu erklären, der Talmud enthalte MysticiSmus, Aberglauben u. s. w., ja wenn man sich nicht scheut und fürchtet, das Heilige anzutasten, und Glaubenslehren der Bibel für nicht zeitgemäß zu erklären: so kann man doch auch bekennen, der Talmud enthält Intoleranz, erlaubt

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.