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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 1-2 (1863) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
1-2 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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23 diese Lehre ablegte und laut bezeugte, daß der gekreuzigte Jesus zur Rechten GotteS fitze und in den Wolken desHimmels zum Gericht kommen werde, warfen fie den Apostel unter dem Geschrei, daß nun auch „derGerechte" verführt sei, hinab und steinigten ihn. Er hatte noch Kräfte genug niederzuknieen und zu beten: „Ich bitte, Herr Gott und Vater, für sie, denn fie wissen nicht, was sie thun!" Aber auch nach der Zerstörung Jerusalems finden sich Beispiele jüdischer Verfolgung gegen die Christen. Als der bekannte Betrüger Barchochba auftrat, der sich für den Messias auSgab und von den Juden mit offenen Armen ausgenommen wnrde, hatten, wie in der genannten Kirchengeschichte S. 115 erzählt wird, auch die Christen schwer zu leiden; denn der falsche Messias mit seinem Anhänge verlangte auch von den Christen Anerkennung; da diese aber seine Anmaßungen abwiesen, so fielen sie dafür als Opfer jüdischer Wuth. Wir könnten diese Beispiele, „wo Juden Anhänger anderer Religionen ihres Glaubens halber" verfolgt haben leicht vermehren und aus den verschiedensten Zeiten bis in unsere Tage herein namentlich solche anführen, wo Juden die Proselyten aufs ärgste verfolgt haben, man erinnere sich z.B.nur an den Mordanfall gegen den Prediger Schwarz und gegen die Ausbrüche der Wuth der Juden gegen ihren eigenen Rabbiner in Amsterdam; aber die angeführten Fälle genügen, um die Nichtigkeit und Falschheit der Behauptung barzuthun, daß sich kein einziges oder in vier Jahrtausenden höchstens ein einziges Beispiel gefunden habe, aus dem man den Juden den Vorwurf der Verfolgung machen könne. — Ehe wir aber diesen Gegenstand verlassen, wollen wir noch „den Israeliten" fragen — und hiermit kommen wir zu dem Punkt und der Frage, ob das rabbinische Judenthum verfolgungssüchtig sei? — wie er denn so leicht und mit gutem, ruhigem Gewissen daran erinnern konnte, daß „der Nichtjude die sieben noachitischen Gebote beobachten" mußte? „Der Israelit" sagt nämlich in dem oben angeführten Artikel Nr. 12 S. 93 „das Judenthum kann keinen Nichtjuden um seines Glaubens willen verfolgen wollen, da es weder wünscht noch will, daß sich ein solcher zum Gesetze Moscheh's bekenne, da es den Bekennern anderer Religionen die ewige Seligkeit nicht abspricht. Sobald der Nichtjude die sieben

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