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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 1-2 (1863) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
1-2 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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14 vielleicht verflacht, zustutzt oder „verblaßt", immer bleibt eö doch dabei, die Sünde ist etwas Schlechtes und Böses, die Sünde ist das Unrecht. Wenn also die erste Sünde des Menschen, die Sünde Adams und Evas im Paradiese nach vr. PH. die erste „großartige geistige Entwickelung" war, was ist denn nun die „neue Phase des geschichtlichen Zudenthums" in „dem großen Gange der Entwickelung"? Die erste Sünde des Menschen ist aber eben so wenig, wie irgend eine spätere, von Gott ausgegangen oder von Gott gewollt, mithin kann also auch die neueste großartige geistige Entwickelung nicht von Gott gewollt oder ausgegangen sein. Ja, diese erste Sünde deö Menschen geht ursprünglich nicht vom Menschen aus, sondern rührt vom Teufel her, oder mit den Worten Mosiö zu reden, von der Schlange, die den Menschen zur Sünde, zur großartigen Entwickelung verführte. Der Urheber derselben ist also die Schlange. Wenn demnach das geschichtliche JMnthum die neueste oder neue Phase dieser im Paradiese begonnene^"großar1igen Entwickelungsgeschichte ist, so ist dasselbe in einen sehr dunkeln und finstern Urgrund zurückgeführt. Was immer auch PH. unter der verführenden Schlange verstehen mag — uns ist sie der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas — jedenfalls ist sie ein Wesen, das sich im graden Gegensatz zu Pott befindet; denn Gott warnt den Menschen vor der großartigen Entwickelung, vor der Sünde, von dem Baume der Erkenntniß des Guten und Bösen zu essen, er droht ihm mit einer Strafe, mit dem Tode, falls er dem göttlichen Verbot ungehorsam sein würde und verhängt auch nach geschehener Sünde die gedrohte Strafe. Die Schlange dagegen thut das Widerspiel, sie sucht dem Menschen einzureden, daß das vorgebliche Verbot Thorheit und Unsinn sei, sie lockt den Menschen durch Vorspiegelung einer großartigen Entwickelung zur Uebertretung des göttlichen Gebotes, vr. Phil, steht demnach mit seinem Systeme der Entwickelung auf der Seite der Schlange; der Mosaismus und so auch die christliche Lehre erklärt die Schlange für den Verführer, die erste Sünde des Menschen für strafbaren Ungehorsam gegen Gott, aber nicht für großartige geistige Entwickelung. Ein Ausspruch, den der ehemalige Minister, Herr v. Bcthmann-

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