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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 1-2 (1863) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
1-2 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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11 mit dem Rabbinismus, und die Verfechter des letzteren sehen auch in der Reform ihren ärgsten und gefährlichsten Feind. In einer Recension des Buches: „Rom und Jerusalem, von M. Heß" sagt „der Israelit" am Schluß in Nr. 38: „Wir wollen freudig sein Buch (nämlich das ebengenannte) als ein Zeichen entgegennehmen, daß die gefährlichste Krists, welche das Judenthum jemals bedroht hat, die sogenannte Reform, die nichts Anderes als die Aufhebung der Lehre und die Abschaffung des Gesetzes bezweckte, von ihremHöhepunkte bereits herabgestürzt ist. DaS Heranwachsende Geschlecht wird sich in der zukommenden Zeit wiederum dem ernsten, alten Glauben, der heiligen und heiligenden religiösen That zuwenden." Der schroffe Gegensatz zwischen Rabbinismus und Culturjudenthum tritt auch in andern Punkten ebenso stark hervor. Schon in Nr. 32 S. 436 sagt Or. PH. über denselben Gegenstand, daß in der Entwickelung der Reform „aller Mysticismus" und der „massenhafte Aberglauben" des Rabbinismus ausgeschieden worden und daß „mehrfache Glaubenslehren, welche in der früheren religiösen Ueberzeugung eine hohe Geltung hatten, verblaßt" seien, vr. PH. fügt hier hinzu: „Wir sagen mit Nachdruck verblaßt, nicht geschwunden oder aufgegeben." „Die Glaubenssätze, die wir im Sinne haben, sind", wie eS weiter heißt, „verblaßt im Bewußtsein und Glauben der großen Mehrheit im westlichen Europa, daß sie ihre Herrschaft über die Geister verloren haben und eben nur noch in den überkommenen Gebeten und einem Theile der Lehrbücher dastehen, ohne wirkliches Leben zu haben." Einige solche Glaubenssätze, die „nur noch in den Gebeten stehen", nennt der Rabbiner Phil.: „Hieher ist zunächst die Wiederbelebung der Tobten zu rechnen, daß die Tobten dereinst wieder erstehen, die Seelen in ihre früheren Körper znrückkehren und ein abermaliges Leben auf der verjüngten Erde wieder beginnen werden. Dieses durch eine ausdrückliche Sentenz im Talmud streng sanctionirtes Dogma widerspricht der Anschauung und dem Verständniß der neueren Zeit ganz und gar und erhält sich bei den neueren Juden nur eben als eine Formel. Diesem zunächst steht der Glaubenssatz an einen persönlichen Messias... Dieses Dogma, wenn auch von den Lehrern der Synagoge energisch aufrecht erhalten, hatte doch

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