Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 11-12 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Legenden und Fabeln durchwoben war, daß sich aüemitunsindeM Proteste gegen seine Autorität vereinigten, trotz der Verehrung und Achtung, welche der Mönch oder Wüstenprophet genoß. . Die Zuströmung von Juden und Christen von allen Theilen AlafaS und Quaras dauerte während der drei Tage, , dir .wir in Adeida Miriam blieben, fort, und nur mit Widerstreben verließen wir einen District, wo wir so Vieles fanden, das unsere Herzen ermuthigte, und so Vieles erfuhren, was unser» Eifer anfeuerte, für das geistliche Wohl des Volkes zu sorgen. . Zu Mitternacht bestiegen wir unsere Maulthiere, und obschon dies gerade die Zeit war, wo in einem tropischen Klima Jung und Alt sich eines gesunden und erfrischenden Schlafes erfreuen, so war doch das ganze Dorf in Bewegung, und aus der Thür jeder Hütte und jedes Schoppen strahlten durch die düstere Finsterniß den abziehenden Missionaren glanzende Augen entgegen, und laute Segnungen klangen in verschiedenen Tönen von gar manchen überhängenden Klippen und aus mancher gähnenden Kluft zurück, und begleitcken ihre Schritte den engen Pfad hinab und den sich windenden Abhang entlang. Wir hatten einige Abenteuer auf unserm Wege durch die dornigen Mimosa-Gebüsche und stachlichen Bäume, welche unser VorwärtSschreitcn durch diese rauhe und wilde Gegend unterbrachen, und wir waren alle sehr erfreut, als wir mit Anbruch der Dämmerung die Keena, die Grenzlinie zwischen Alafa und Dagoffa erreichten, wo wir den Durst unserer vertrockneten Lippen stillen , und die Flecken, welche die zerriffene Haut unserm leichten Gewände aufgedrückt hatte, abwaschen konnten. Zu Mittage nöthigte uns die brennende-und ausdorrende Atmosphäre, welche die Augen ganz enzündet und den Kopf schwindlich gemacht hatte, in einem Dorfe, eine Stunde von Schargee entfernt, Halt zu machen, wo uns zu unserer unendlichen Freude die Felaschas und Christen aufs Gastfreundlichste mit einem Ucbrrstuß von Brod und Milch versorgten. Ehe wir uns wieder auf den Weg Machten,, drängte sich die ganze Einwohnerschaft des Dorfes mit ihrem Priester, einem, dummen, unwissenden und lasterhaft aussehenden Klumpen von Menschheit, um uns herum. Wir richteten viele Fragen an sie über ihren Glauben und ihre Hoffnungen des Heils. Das unwissende und arme Volk wandte sich natürlich an den Priester, daß erunS Antwort gebe, aber sie hätten ebenso gut eine Antwort von den Felstrümmern, welche auf der Erde herum zerstreut lagen, wie von diesem selbstbrtroge!- nen, stolzen und bigotten Diener ihrer Kirche, erwarten können.. Wir gaben ihnen einige Erklärung von der Liebe Gottesdem Opfer Christi und dem heiligenden Werke des Geistes, und mit diesen wenigen Andeutungen von der Gnade Gottes und dem allein sichern Wege zur Vergebung der S ünden und Annahme bei Gott für ihr Nachdenken Md zu ihrer Erwägung sagten wir ihnen Lebewohl und ritten davon.