Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 11-12 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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m ge» wurden weiß und ihre Blicke verwirrt, als wir ihnen sagten, daß das Gesetz MoseS dazu bestimmt war, ein zeitliches Reich zu sichern, das Evangelium Christi aber dazu, ein himmlisches Erbe zu sichern. Schrecklicher Selbstbetrug , so auf einige leer« abergläubische Handlungen sein Vertrauen zu setzen, die nur das schuldige Gewissen quälen und das freudenleere Herz mit Sorgen und Verzweiflung Niederdrücken! Mit mancher bangen Sorge für diese armen Leute, welche in weit drückenderen und zermalmeyderen Fesseln des Despotismus liegen, als jemals ihre Väter getragen haben, setzten wir unsere Reise weiter fort, bis uns endlich die sich neigende Sonne ermahnte, von unserm Wege abzubiegen und in einem der dichtesten oder Hochlands-Aushaue eine Zufluchtsstätte für die Nacht zu suchen, wohin die plündernden Soldaten die Landleute zu fliehen zwingen, um Schutz und Sicherheit zu haben. Einige von den Juden, welche uns als Führer begleiteten, führten uns über pfadlose Berge und Schluchten nach einem großen christlichen Dorfe, wo wir im tiefen Grase ein reines Bett und eine kühle erquickende Nachtruhe fanden. Der östliche Horizont glühte noch im Purpurroth, als das Gesumse zahlreicher Stimmen die Annäherung von Besuchern ankündigte. Unser Quarrie wurde sogleich über die Schultern geworfen, und so in die Falten dieses bequemen Gewandes gehüllt, waren wir in voller Abysstnifcher Tracht, und dazu noch ohne einer einzigen Minute Zeitverlust. Unsere gütigen Freunde vom vorigen Tage hatten sich kaum aus das frisch bethaute Gras niedergekauert, als sie dir Amharische Bibel ergriffen und darin blätternd ihren Bekannten mehrere Messianische Stellen zeigten, welche ohne Zweifel der Gegenstand ihrer Abendunterhaltung gewesen waren. Ich unterstützte ihre Untersuchungen, indem ich bei dem großen Geheimnisse, Gott geoffenbaret im Fleische, verweilte, als dem einzigen Mittel, der Vergebung der Sünden und des ewigen Lebens gewiß zu werden, und dann überließ ich sie, da ich wünschte eine Skizze zu entwerfen, Herrn Flad, welcher sich mit ihnen von der innigen Liebe und dem Erbarmen unseres Gottes, wie sie in dem Erlöser geoffenbaret sind, gegen , eine Stunde unterhielt. Sie alle äußerten sich erfreut , über das, was wir ihnen gesagt hatten, und versprachen diese Sachen