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Dibre Emeth · 1862-01-01 · 11-12 (1862) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
18 (1862)
Issue
11-12 (1862)
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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lichenHütten begegneten wir so vielen mürrischen , grimmigen Md boshaften Gesichtern, daß wir den Hunger der zweifelhaften Gastfreundschaft dieser abstoßenden Wilden vorzogen. Zu Mittage erreichten wir Genda, Und niemals, glaube ich, war für den Heimathlosen eineZufluchtstätte willkommener, als der vertrauliche Baum und unsere mit Zelten versehene Wohnung für die an Füßen verwundeten, von der Reise ermüdeten und fieberischen Missionare. Der Sonntag, auf den wir uns schon im Voraus als auf einen Tag der Ruhe und Stille freuten , versprach gleich vom Anfänge an ein unruhiger, geschäftiger und aufregender Tag zu werden. Zu Anfänge erschienen nur einige Priester und baten in einer höchst eindringlichen Weise um Bibeln. Wir sagten ihnen, daß sie am andern Morgen wieder kommen möchten; aber anstatt unserer Bitte nachzukommen, kauerten sie sich in trauriger und schwermüthiger Stimmung vor unser Zelt nieder. Nach und nach, als die aufgehende Sonne über den Horizont herauf kam und mit ihrer rochen Glut jeden Strauch und Zweig mit glänzenden und stets wechselnden Farben malte, wuchs die Zahl unserer Besucher, und ehe noch einige Stunden vergangen waren, fanden wir uns von einer ganzen Menge Mönche und Priester umgeben, auf deren trüben und leidenschaftlichen Gesichtern man die verzehrende Angst und nagende Furcht lesen konnte, welche an ihrem Herzen ftaß und ihre unruhige Seele mit Qual erfüllte. Mehrere Debterahs, denen die tägliche Uebung der Feldarbeit, oder die Anstrengungen des Hammers Und Webstuhls nicht viel Muße lassen, den trüben Gedanken nachzuhängen, welche den einsamen Eremiten in seinem verpestenden Gebüsch oder trostlosen Wüste heimsuchen, richteten eine Zahl bedeutsamer und wichtiger Fragen an uns, darunter auch diese: Warum, wenn der Glaube zur Seligkeit nöthig sei, Gott, der einen Erlöser gab, dann nicht auch die Erkenntniß mittheilte, diesen Erlöser zu verstehen, und Kraft an ihn zu glauben? Wir führten ihnen zu Gemüthe, daß Moses selbst die Schwierigkeiten, welche ihre Gemüther beunruhigten, in der deutlichen Erklärung hinweg gethan hätte, daß der Tempel, das Priesterthum, der Mar und das blutige Opfer nur Bilder und Vorbilder wären, die ihre Bedeutung von dem erhielten, der 13*

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