Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 11-12 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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■fm BÄchrr von der Insel Matracha bringen sollte. Die Aussicht von hier Äber den ruhigen, glatten See,' mit vielen Inseln und von senkrechten vulkanischen Felsen und sich schlängelnden Thälern begrenzt, bot einen Anblick dar , den selbst das von Müdigkeit' dunkle Auge nicht genug bewundern konnte. Die Halbinsel selbst mit einem Walde von dunklen Bäumen und dem durchflochtenen Laubwerke verschiedener blühender Sträucher, durch welche eine Kirche ÄNd drei Häuser deutlich gesehen werden konnten, bildete die vollkommenste Scene der Stille und Ruhe, welche sich die Einbildungskraft leicht auömaley konnte. Wir blieben gegen eine Stünde an diesem herrlichen Orte, während welcher Zeit ich eine Skizze^ entwarf, und dann wandten wir, da unsere Bücher noch nicht angekommen waren, unsere Schritte rückwärts und stiegen aus dem Meierhofe eines königlichen Beamten ab, der uns sehr Mürrisch und unfteundlich aufnahm. Die lange Tagereise hatte natürlich unfern Appetit nicht geschwächt, Und unsere ausgehungerte Bedienung, welche fürchtete, eine Nacht ohne Abendessen zubringen zu müssen , fing schon an uns zu drängen, diesen verruchten Boden zu verlassen, ein Ausspruch, welcher nicht vorfehlte seine Wirkung zu haben; denn unser mürrischer Wirth, so abgeneigt er fich fühlte für unsere Bedürfnisse zu sorgen, fühlte sich doch noch abgeneigter wegen seiner Rohheit gegen Fremde bekannt zu werden, und da ihm nun nichts Anderes übrig blieb, befahl dr sogleich, daß wir mit einer großen Menge von Milch, Drov und Pfeffer versehen würden. ■ Unsere Nachtruhe wurde, was den Schwärmen ungeheurer summender und stechender MuSkitos zugeschrieben werden muß, wovon das üppige Gras, wo unser Zelt stand, ganz belebt zu sein schien, beständig Unterbrochen, so daß, wie ermüdet und erschöpft wir uns auch fühlten, wir uns doch freuten, mit Anbruch des Tages einen Ort zu verlassen, der so wenig Einladendes für den müden Wanderer hatte. Der Weg von ungefähr einer Stunde brachte uns nach Tschanger, bersshmt wegen seines-Klosters uiidHeiligthuM und verrufen wegen der Anmaßung und des Stolzes seiner großen Bwölkerung. Wir beabsichtigten an diesem Orte einen kurzen Halt zu machen, aber bei unserm Ritt durch die Masse von Zuckerhut ähn-