Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 9-10 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Jä machte, den Eindruck verrieth, den sie auf sein eignes Gemüth gemacht hatte, so stand er auf und ging davon. Einige Tage nachher kamen er und zwei andere Debterahs (einer von ihnen ein Lehrer, welcher eine Schule von 94 Kindern hat) zu uns und erklärten feierlich ihre Uebrrzeugung von der Wahrheit und ihr ernstes Verlangen, getauft zu werden. Dit Zahl derer, die uns besuchten, wuchs trotz der grausamen Hitze ohne Unterbrechung von Stunde zu Stunde. Man sah den ganzen Morgen Gruppen Felaschas die engen Hohlwege hinab und über den abschüssigen Rasen ihren Weg zu dem Orte nehmen, wo wir uns niedergelassen hatten. Da schlich einher die blaffe, hagere und zusammengeschrumpste Gestalt des Mönches, der die beste Zeit seines Lebens in dem wilden Gebüsch zugebracht hatte, wo wilde Thiere seine Gesellschafter und schädliche und bittere Wurzeln seine Speise waren; an seiner Seite stolzirte mit einem kleinen Beutel auf seinen Schultern, der einen Anzug für seinen Vorgesetzten enthielt, der Jüngling, dessen elastischen Schritt freiwillige Bußübungen noch nicht geschwächt, und dessen glänzendes und lächelndes Gesicht verderblicher Aberglaube noch nicht verdunkelt hatte; im Nachtrabe marschirte derLandmann, in seinem roth besetzten Quarrie, wieder Römer in seine Toga gehüllt, seinen Kopf mit Butter beschmiert, was in der Entfernung und unter den Hellen Strahlen einer Afrikanischen Sonne diesem wichtigen Theile der menschlichen Gestalt den Anblick eines vorspringenden schwarz polirten Capitals auf einer weißen Marmorsäule gab. Die bunte Menge lagerte sich in zahlreichen Gruppen auf die Erde umher, und nun wurden in Verbindung mit einem Debterah, oder Priester, welcher schon ein Eremplar des Wortes Gottes erhalten hatte, die Stellen, die wir anführten, und die Erklärungen, welche wir gaben, von ihnen wiederholt, bis beinahe ein Jeder, er mochte lesen können oder nicht, einen Begriff von nnserm Glauben bekam, und einen Beweis so wohl für die Wahrhaftigkeit als auch die Wichtigkeit der christlichen Religion mit sich nach Hause nahm. Der Lärm, die. Unordnung und der polemisM-Streit zwischen Juden und Christen veranlaßtcn uns den Besuchen des Volkes.durch eine kurze MissionSreise in die Gegend an den Ufern des