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Dibre Emeth · 1862-01-01 · 9-10 (1862) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
18 (1862)
Issue
9-10 (1862)
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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167 Tsana-Sees ein Ende zu machen. Da die Vorbereitungen zu einer Reise in einem Lande wie Abyssinie», wo der Reisende in Betreff seiner Eristenz von der Güte des Volks — einem Baum oder dem Lurusartikel eines Zelts zu seiner Wohnung — und den grünen Binsen oder dem weichen Grase zu einem Bette abhängt, nicht viel Zeit erforderten, so wurden auch sogleich, nachdem wir uns zur Reise entschlossen hatten, die Maulthiere gesattelt, und unsere Be« dienung stand, in die Falten des lästigen Schamas gehüllt, zur Abreise bereit. Es war noch sehr früh, als wir abreisten, und wir freuten uns, daß wir so glücklich waren zu entkommen, ohne von einer Menge müßiger Priester und Mönche mit ihren Fragen und heuchlerischen Bitten belästigt zu werden. Rahe an dem jüdischen Dorfe bemerkten uns mehrere Hirten, welche ihre Heerden aufs Feld trieben und mehr als ein Dutzend unserer Freunde kamen in athemloser Eile und mit ängstlichen Blicken zu uns, um sich zu erkundigen, ob wir sie verlassen wollten. Ihre niedergeschlagenen und erschrockenen Gesichter erheiterten sich wieder schnell, als sie vernahmen, daß wir nur auf einige Tage verreisten, und so setzten wir denn unsere Reise fort unter ihren aufrichtigen Wünschen, daß wir bald und sicher zu ihnen zurückkehren möchten, mit Ausnahme eines einzigen, welcher uns freiwillig begleitete, um mehr von dem Erlöser Israels zu hören, den wir ihnen verkündigt hatten. Der kühle und angenehme Morgen, welchem ein brennender und heißer Mittag folgte, machte, daß wir uns nach Ambasina sehnten, dem Orte, wo der Priester wohnte, von dem wir in Oibga eine Einladung erhalten hatten. Auf dem Wege trafen wir seinen Gehilfen, einen jungen, schlauen und lebendigen Felascha, welcher sich sogleich zu uns gesellte und mit vollkommener Ruhe und Freiheit uns Alles erzählte, was die Juden ihm von uns und unserm Glauben mitgetheilt hatten. Ich fragte ihn, ob er denn nicht auch gern mit den erhabenen Wahrheiten bekannt werden möchte, welche dem Gewissen Ruhe und Frieden, und dem Herzen Hoffnung, Vertrauen und Zuversicht g-^en können. Er meinte, daß eine strenge Befolgung des mosaisa/en Rituals und Gesetzes, wenn sie mit Büßungen und Auferlegung freiwilliger Leiden verbunden sei, hinreichend sei,

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