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Dibre Emeth · 1862-01-01 · 9-10 (1862) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
18 (1862)
Issue
9-10 (1862)
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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161 daß, da sie Mönche wären und keine Sklaven oder Bedienten hätten, wir nicht daran denken könnten, uns mit unfern Leuten ihrer Gastfreundschaft aufzudrängen, und wir eS daher vorzögen, unser Zelt in einem christlichen Dorfe, das nahebei war, anfzuschlagen. Abu Maharee wollte uns jedoch nicht erlauben ohne alle Lebensmittel abzureisen, und wie sehr wir uns auch sträubten, so nöthigte er uns doch, einen Korb mit Test und einen Krug Bier anzunehmen. Am Abend vereinigte sich Debterah Negousee mit uns, der unser Führer hätte sein sollen. Er freute sich außerordentlich über unsere Zusammenkunft mit Abu Maharee und erzählte uns mit einer Glückseligkeit, die über sein ganzes, schwarzes Gesicht strahlte, daß das gefürchtete Haupt selbst ihn ersucht habe, uns zu allen Niederlassungen der FelaschaS zu führen und sie zu bitten, uns als Freunde aufzunehmen, und auf unsere Unterweisungen als Lehrer zu achten. Er sagte ihm auch, daß er uns auf unserer Rückreise wieder vor seinem Kloster vorbei führen solle, und wenn das aus unserm Wege wäre, daß wir dann einen Tag zu einer Zusammenkunft bestimmen möchten, wo er sich mit uns ohne Beisein so vieler lärmender Mönche, die unS mit ihrer Schwatzhaftigkeit und ihrem Getöse störten, unterhalten könne. Der kalte, finstere und trübe Morgen war noch nicht von dem Tageslichte erhellt, als mehrere Mönche erschienen. Der Grund ihres frühen Besuches war das allgemeine Verlangen, Eremplare der heiligen Schrift zu erhalten. Wir wiesen sie damit ab, bis zu unserer Ankunft in Genda, wohin sie uns alle gern zu folgen versprachen. Da unsere Leute noch in den Hütten waren, wo sie und unsere Thiere übernachtet hatten, so hatten wir Zeit genug, diese Priester über die falsche Würde, die sie sich beilegen, ebenso wie über die sündliche und unheilige Gewohnheit, in der sie sich ergehen, zu belehren, was wir am vorhergehenden Tage nicht thun durften, aus Furcht Abu Maharee und alle seine Untergebenen zu beleidigen. Sie waren ganz erschrocken über eine Schriststelle, welche sie in eine Klaffe mit den Ammonitern und Moabitern setzte; und um ihre Verwirrung zu verbergen, suchten sie die Fortsetzung der Opfer zu rechtfertigen. Gegen v Uhr Vormittags war unsere ganze Reisegesell-

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