Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 9-10 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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160 ein Geschenk verehren, gab ich Abu Maharee eine Bibel mit Goldschnitt und einen weiten Anzug, was er, da eres nicht aus meinen unreinen Händen annehmen konnte, von einem Priester in einem Beutel empfing. Er war außerordentlich erfreut über das Zeichen meiner Achtung und »ach vielen emfigen Danksagungen standen sie alle auf und sprachen mit großer Inbrunst und Andacht ein Gebet für meine Sicherheit, Wohlfahrt und Seligkeit. Es war ein ergreifender Anblick, eine so große Zahl Priester und Leute, alle mit unbedeckten Häuptern und aufgehobenen Händen, den Segen Gottes auf den einsamen und allein dastehenden Missionar herabflehen zu sehen. Es vergingen mehrere Minuten ehe sich die Wirkung dieser unerwarteten Scene gelegt hatte, und dann als alle ihre Stellung wieder eingenommen hatten, dankten wir ihnen für ihre gütige Aufnahme und versicherten sie, daß wir nicht gekommen wären, unsere Kunst im DiSpuliren zu zeigen, oder sie, wie man ihnen gesagt hatte, mir verfänglichen Fragen und tbörichter Casuistik zu verwirre»; unser einziger Zweck sei das Heil ihrer Seelen, und ob sie die Botschaft von der Gnade GotteS annähmen oder in ihrem Unglauben bliebe», so könnten sie immer versichert sein, daß unsere Beweggründe rein und unsere Liebe zu ihnen ohne Interesse sei. Diese wenigen Worte schienen die Furcht und den Schreck zu verscheuchen, welche die alberne Erzählung der Abyssinier hervorgerufen hatte, und sie hörte» uns mit dem tiefsten Schweigen zu, während wir ihnen die Lehre von der Dreieinigkeit erklärten, und ihnen zeigten, wie wunderbar diese Lehre den Bedürfnissen unserer Natur entspräche. Sie alle erkannten es an, daß unsere Worte das Echo von dem sei, was die Propheten verkündigt hätten; aber sie bemerkten mit Recht, daß, da dies sehr wichtige und große Gegenstände seien, ihre Wahrheit auch nur durch unermüdliches Studium der Bibel und vielen Unterredungen völlig dargethan werden könne. Abu Maharee, der bisher ruhig und still gewesen war, wandte sich nun an mich und sagte mit einer stotternden und zitternden Stimme: „Entweder werde ich einer von den Euern, oder Sie werden einer von den Unfern werden." Eie sprachen nun den Wunsch aus, daß wir bei ihnen über Nacht bleiben möchten; aber wir sagten ihnen,