Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 9-10 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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159 ergehen lassen, daß dasselbe Eure Bemühungen unterstützt, unsterbliche Seelen vom Verderben zu retten? Jetzt ist eine Zeit, unsre Kirche im Auslande zu kräftigen... Saget dem Könige von Abyssinien oder seinem Abuna, welches die großen Wahrheiten des Christenthums sind, welches die großen Grundsätze sind, auf denen wir stehen, und daß er den Grundsatz von der Religions-Freiheit als einen der ersten anerkennen muß. Herr Sheridan sagte einmal, der Jude sei gleich dem Leeren Blatt zwischen dem alten und neuen Testament, das ist eine treffende Beschreibung. Nun seht, was Euch dargeboten wird. Wie viele tausend solcher leeren Blätter werden Euch dargeboten, auf welche die ewigen Wahrheiten des Evangeliums von Christo, und der Name Jesu Christi selbst in unauslöschlichen Zügen geschrieben werden könnten! Der Segen wurde gesprochen und die Versammlung ging auseinander. Reisebericht des Missionspredigers Stern zu den Felaschas oder Juden in Abyssinien. (Fortsetzung). Die andern Gruppen, unter denen wir eine ziemliche Zahl Frauen bemerkten, boten mit ihrem gesunden Aussehen und lächelnden Gesichtern einen sonderbaren Contrast zu den unglücklichen Priestern. Es ist wahr, daß kaum einer in dieser Versammlung war, der irgend wie daran gezweifelt hätte, daß diese Priester sich selbst verläugnende, gute Männer seien, welche der Welt und allen ihren Reizen entsagten und ihr Leben der Andacht und Frömmigkeit weiheten; allein es schien doch, gleichsam wie durch eine allgemeine Theilnahme, eine gewisse geheime Besorgniß — eine verborgene Furcht obzuwalten, daß jene stolzen und abgesonderten Einsiedler doch im Jrrthum sein möchten und anstatt des Wesens einen bloßen Schatten festhielten — daß sie sich anstatt an die geoffenbarte Wahrheit nur an eine selbst gemachte Einbildung anklammerten. Gemäß der abyssinischen Etiquette, daß ein Fremder dem Haupte einer Gemeinschaft