Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 9-10 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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158 in seinem und der andern Herren Namen für die Freundlichkeit und Anerkennung der geleisteten Dienste und fuhr fort: Ich muß zu dem, was wir gehört haben, noch ein Wort hinzufügen. Wenn ich an die Verhältnisse in Abysstnien denke, an die Thür, die der Herr uns dort aufgelhan hat und an die Gelegenheiten, die unsrer MissionSthätigkeit dargeboten werden, wenn ich über die Wichtigkeit des Werkes nacbdenke, das dort zu thun ist, und dagegen erwäge, daß wir so unthätig hier sitzen und Bedenken tragen, das Werk anzugreifen: so frage ich, zu welchem Zweck denn diese Gesellschaft besteht, wenn Ihr, versehen mit den Mitteln Hunderten und Tausenden das Christenthum zu bringen, die dasselbe mit Begierde aufnehmen, es unterlasset, die Sache ernstlich zu betreiben und einen Ausruf an das ganze Land zu erlassen um kräftige Unterstützung? Ich erkläre öffentlich, daß wenn ich nicht so alt wäre, wie ich bin, ich vielleicht versucht sein möchte, mich ordiniren zu lassen und als Missionar zu den Juden in Abysstnien zu gehen. Mein Freund Stern hat mein Herz so erwärmt, wie er immer thut, wenn er über diesen Gegenstand spricht, daß ich mich ihm in diesem heiligen Werke anschließen und mit ihm gehen möchte; denn eS war wohl kaum je irgend ein Theil des Weinberges des Herrn so reif zur Ernte wie dieser. Mein Freund hat Euch gezeigt, daß wir hier in Afrika unter dem Segen Gottes Hunderte und Tausende von unsterblichen Seelen, die nach der Wahrheit hungern und dursten, zu dem seligmachenden Evangelium von Jesu Christo führen könnten. Er sagt Euch, daß Tausende von Juden, die seit der Zerstreuung derselben in der Zeit Nebucadnezars bis jetzt niemals von Christen verfolgt, unterdrückt, gemißhandelt und verachtet worden sind, die keine Feindschaft gegen das Christenthum haben, in der That eben so begierig sind dasselbe anzunehmen, als wir nur sein können, es ihnen zu bringen. Obgleich sie uns laut zurufen: „Kommt herüber und helft uns oder wir sind verloren," so halten wir doch zurück. Kann es zweifelhaft sein, was unsre klare und deutliche Pflicht ist in dieser Beziehung? Meine guten Freunde in dem Comite werden Euch sagen, daß sie thun, was sie können mit ihren gegenwärtigen Mitteln. Und das ist wahr. Aber warum soll man nicht einen kräftigen Aufruf an das ganze Land