Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1862-01-01 · 7-8 (1862) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
18 (1862)
Issue
7-8 (1862)
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2554541-2554717-2554722--03738-2559646
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

117 sollte, den Herrn um Förderung des Werkes der Gesellschaft anzuflehen, daß er die Herzen der Behörden in jenen Ländern für die Bemühungen geneigt mache, und daß er Arbeiter erwecke, die geneigt sind in jene neuen Arbeitsfelder einzutreten." Herr Beates drückt seine Verwunderung aus, daß es jetzt im 19. Jahrhundert noch nöthig sei zu solchem Zwecke zusammen zu kommen. Mehr als 1800 Jahre, sagt er, sind verflossen, seitdem jener Mann, ein Jude, von dem Stamme Juda, von dem Saamen Davids nach dem Fleisch, sich selbst in den bittern Kreuzestod hingab zur Versöhnung der Sünden der ganzen Welt. — Der Redner führt die großen Begebenheiten des Todes, der Auferstehung Jesu Christi, der Ausbreitung des Evangeliums der Versammlung zu Gemüth, weist besonders auf die große Veränderung hin, welche England dem heiligen Bibelbuch verdankt, durch welches es aus einer traurigen Behausung von Wilden ein in jeder Beziehung so reich gesegnetes Land geworden ist, und fährt dann fort: Was besitzen wir, das wir nicht der Bibel verdanken, die aus dem Lande Juda zu uns gekommen ist? Wenn ich an all diese Dinge denke, so kommt es mir sonderbar vor, daß wir nach so großen wunderbaren Ereignissen zusammenkommen sollen um uns erst zu ermuntern, das Christenthum unter den Juden zu verbreiten, und die Bewohner unsers glücklichen Landes erst aufzufordern, zu helfen, daß die Wahrheit unter denen ausgebreitet werde, von denen wir sie selbst ursprünglich überkommen haben. Nach allen Leiden und Bedrückungen Israels muß der Gedanke sie mit Stolz, Ehre und Ruhm erfüllen, daß die ganze Christenheit ihnen die unaussprechlichen Segnungen, daß England ihnen seine Macht und Civilisation verdankt und daß wir unser ganzes Wohl in dieser Welt und unsere Hoffnungen auf eine selige Ewigkeit ihnen zuschreiben müssen. Wenn wir daher um die Bekehrung des alten erwählten Volkes GotteS bemüht sind, so ist das nicht, wie Einige uns einreden möchten, ein Unternehmen, das dem Willen Gottes zuwider ist, sondern es ist unsere Ehre. Unser hochgelobter Herr selbst, als er auf Erden wandelte, befahl seinen Jüngern, ihre Predigt in Jerusalem anzufangen, und den Juden zuerst hat Gott auferwecket sein Kind Jesum und ihn gesandt sie zu segnen, daß ein Jeder sich bekehre von

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.