Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 7-8 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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113 geneigt wären, die Judenmisston zu unterstützen.... MyLord, eS ist traurig, daß in unserm guten alten England noch Leute sein sollten, deren Frömmigkeit, deren christlicher Missionseifer wohl bekannt ist, die sich von dieser Gesellschaft ferne halten, deren Zweck eS ist, das Evangelium dem Volke zu verkündigen, die Israeliten sind, „welchen gehöret die Kindschaft, und die Herrlichkeit, und der Bund, und das Gesetz, und der Gottesdienst, und die Verheißung, welcher auch sind die Väter, aus welchen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über Alles, gelobet in Ewigkeit." Ich habe einige Erfahrung in diesem Stück, und weiß Etwas von den unzähligen Einwürfen, die von Zeit zu Zeit gegen diese Gesellschaft erhoben werden, und ich glaube, daß man dieselben insgesammt unter folgende zwei Punkte zusammenfaffen kann. Dieselben sind: I) Die giftige Feindschaft und die Herzenshärtigkeit der Juden gegen das Evangelium. Ich erinnere mich irgendwo von einer Zusammenkunft zwischen Herrn Newton und Herrn Iah gelesen zu haben, bei welcher Gelegenheit die Frage aufgeworfen wurde, ob es wohl zweckmäßig sei, das Evangelium den Heiden zu senden, und ob man Erfolg unter ihnen erwarten könne? Herr Newton sah Herrn Jay an und sagte: „Mein lieber Bruder, seitdem es Gott gefallen hat, mich zu bekehren, habe ich nie gezweifelt, daß auch die Heiden werden bekehrt werden." Nun möchte ich mir erlauben eine Anwendung zu machen und zu sagen: „Meine Freunde, ich kann niemals an der Bekehrung der Juden zweifeln, denn auch ich bin ein Israelit." — Herzenshärtigkeit! Wer könnte das bezweifeln? Ich habe noch keinen Augenblick gezweifelt an der Herzenshärtigkeit des Juden. Wenn man mir überdies sagt, daß bei den Juden noch größere Schwierigkeiten obwalten, als bei dem Nichtjuden, so gebe ich das zu. Wenn man mir sagt, eS liegt nicht in unsrer Macht, einen Juden zu bekehren, so gebe ich das zu. Ich glaube, daß keine menschliche Macht im Stande ist, das Herz eines Juden zu ändern. Aber dann möchte ich auch fragen, ist das nicht auch der Fall bei dem Nichtjuden? Ich möchte meine Amtsbrüder, die Geistlichen fragen, ist es nicht Thatsache, daß wir einen Sonntag nach dem andern die Kanzel besteigen und wenn wir uns nur einiger Maaßen um die Seelen unsrer