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Dibre Emeth · 1862-01-01 · 5-6 (1862) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
18 (1862)
Issue
5-6 (1862)
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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89 und er schrie mit großer Stimme, und sprach zu allen Vögeln, die unter dem Himmel fliegen: Kommt und versammelt euch zu dem Abendmahl deö großen Gottes. Daß ihr eflet das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken, und der Pferde und derer, die darauf sttzen, und das Fleisch aller Freien und Knechte beides der Kleinen und der Großen. Und ich sähe das Thier und die Könige auf Erden, und ihre Heere versammlet, Streit zu halten mit dem, der auf dem Pferde saß, und mit seinem Heer. Und baö Thier ward gegriffen, und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen that vor ihm, durch welche er verführete, die das Maalzeichen des Thiers nahmen, und die das Bild des Thiers anbeteten: lebendig wurden diese beide in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. Und die Anderen wurden erwürget mit dem Schwert deß, der auf dem Pferde saß, das aus seinem Munde ging; und alle Vögel wurden satt von seinem Fleisch." — Jedermann, der diese Worte mit den beiden Stellen Ies. 34 und 63 vergleicht, muß sofort erkennen, daß hier eine auffallende Aehnlichkeit zwischen Jesaia und der Offenbarung Johannes stattfindet. In letzterer ist speciell von der Vertilgung des Thieres und des falschen Propheten die Rede, und das ist nach den Auslegern gar nichts Anderes, als eben der persönliche Antichrist. Der Tag der Rache ist der Tag der Vertilgung des Antichrists und seines Anhanges; der Tag, den der Herr sich vorgenommen hat, seinen Feinden zu zeigen, daß er noch Herr ist auf Erden, und daß auch die Pforten der Hölle seine Gemeine nicht überwältigen können. Der im Himmel wohnet, lachet seiner Feinde und spottet ihrer und nun er mit ihnen redet in seinem Zorn, zerschlägt er sie mit seinem eisernen Stabe und zerschmeißt sie wie Töpfe. Mit der Vernichtung des Antichrists tritt für das Volk Gottes eine angenehme und liebliche Zeit ein. Die Feinde und Verfolger desselben sind ausgerottet; der Herr giebt den Seinigen eine Ruhezeit nach der schweren Ritterschaft; er hat ihr Seufzen unter dem Druck des BoShaftigen zu Herzen genommen. Wie nach einem langen und beschwerlichen Kriege Alles sich des lang ersehnten Friedens freut, so singt man dann mit Freuden vom Siege des Herrn in 6

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