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Dibre Emeth · 1862-01-01 · 5-6 (1862) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
18 (1862)
Issue
5-6 (1862)
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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88 er tritt dann aus seiner Verborgenheit hervor, und legt seine Feinde, deren Sündenmaaß dann voll ist, zum Schemel seiner Füße. Es ist ein Tag der Rache über die dann lebenden muthwilligen Feinde Jesu Christi. Von einer Auferstehung der andern Gottlosen, die in der vorhergegangenen Zeit gestorben sind, ist hier keine Rede, und darum kann auch dieser Rachetag nicht der jüngste Tag sein, denn an demselben werden Alle, die in den Gräbern sind, die Stimme des Sohnes Gottes hören und werden hervorgehen, die da Gutes gethan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber Uebels gethan haben zur Auferstehung des Gerichts. Wie Jes. 34 dieser Tag der Rache als ein Tag einer großen Völkerschlacht geschildert wird, da die überwundenen und mit dem Schwert deö Herrn getödteten Feinde das Land bedecken und die Raubvögel über die Leichname herfallen — denn wo ei» Aas ist, da sammeln sich die Adler — und wie Jes. 63 dieser Tag als ein Keltern der abgeschnittenen und in die Kelter geworfenen Trauben beschrieben wird: so liefert uns Off. 19, 11—21 von einer Begebenheit, die Johannes im Geiste sah, eine Beschreibung, in welcher diese beiden Bilder von einer Schlacht und vom Keltertreten vereiniget sind, so daß man daraus erkennen kann, daß der Tag der Rache in Jesaia ein und derselbe Tag, ein und dieselbe Sache ist mit dem und der in der Offenbarung Johannes. Off. 19 heißt es: „Und ich sähe den Himmel aufgethan, und stehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hieß treu und wahrhaftig und richtet und streitet mit Gerechtigkeit. Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf feinem Haupt viele Kronen, und hatte einen Namen geschrieben, den Niemand wußte, denn er selbst. Und war angethan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war, und sein Name heißt Gottes Wort. Und ihm folgte nach das Heer im Himmel auf weißen Pferden, angethan mit weißer und reiner Seide. Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, daß er damit die Heiden schlüge, und Er wird sie regieren mit der eisernen Ruthe. Und er tritt die Kelter des Weins des grimmigen Zorns des allmächtigen Gottes. Und hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleide und auf seiner Hüfte also : Ein König aller Könige und ein Herr aller Herren. Und ich sähe einen Engel in der Sonne stehen,

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